Glücklich bei der Landung: Nathalie Armbruster machte auf dem ungeliebten Midtstubakken ihren besten Sprung im Wettkampf. Foto: Terje Pedersen/NTB/dpa

Beim Weltcup der nordischen Kombiniererinnen kämpft sich die Freudenstädterin Nathalie Armbruster nach vorn.

In der Loipe läuft’s: Beim vorletzten Weltcup am Holmenkollen hat sich Nathalie Armbruster dank eines beherzten Auftritts in der Loipe wieder eine Top-Platzierung gesichert: Beste Deutsche auf Platz 5, Jenny Nowak wurde Sechste, Svenja Würth (Baiersbronn) sicherte sich auf dem 15. Platz 32 Weltcup-Punkte.

 

Traum von der Holmenkollenschanze

„Es ist immer etwas Besonderes, am Holmenkollen laufen zu dürfen. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr auch von der Holmenkollenschanze springen dürfen und nicht vom Midtstubakken, der mir leider nicht ganz so liegt“, zog Armbruster ein „sehr, sehr zufriedenes“ Fazit des vorletzten Auftritts in diesem Winter, ehe am nächsten Wochenende in Trondheim das Weltcupfinale ansteht.

Und obwohl „ diese Schanze nie meine Lieblingsschanze werden wird“, wie die kämpferische Nathalie Armbruster zugab, waren die 89,5 Meter am ungewöhnlicherweise zwei Tage zuvor ausgetragenen Springens für sie keine Enttäuschung – im Gegenteil. „Wir hatten vorher hier auch eine Woche trainiert – da hatte ich eigentlich nicht so ein gutes Gefühl. Und jetzt habe ich den besten Sprung im Wettkampf gemacht.“

Beim Zielsprint geht’s eng her

Am Ende war in dem hautengen Zielsprint sogar Platz 4 drin, aber den schnappte sich die Österreicherin Lisa Hirner. „Ich habe mich in den ersten eineinhalb Runden richtig stark gefühlt, und am Ende bin ich vielleicht taktisch nicht ganz so klug gelaufen. Ich hätte vielleicht die Lisa vorlassen sollen, um dann im Windschatten auf die Zielgerade zu kommen“, übte die erfolgsverwöhnte Armbruster Selbstkritik auf hohem Niveau.

Florian Aichinger hin- und hergerissen

„Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen“, zog Bundestrainer Florian Aichinger ein durchwachsenes Fazit. Für seinen Geschmack war die Lücke zu den norwegischen Dreifachsiegerinnen (Ida Marie Hagen vor Mari Leinan Lund und Gyda Westvold Hansen) „ein bisschen zu groß. Wir haben uns unheimlich schwer getan mit dieser Schanze – wieder mal. Da müssen wir einfach besser werden.“

Springen zum Vergessen

Das müssen auch die Männer, denn da lief am Samstag auf der Schanze auch nicht viel zusammen. Terence Weber und David Mach hielten zwar am Samstag mit Platz 4 und 6 ganz gut mit – die beiden sind in der Loipe aber nicht die schnellsten. Die guten Läufer reihten sich hinten ein, und so waren die Plätze 7 (Weber), 9 (Mach), 10 (Vinzenz Geiger) und 15 (Manuel Faißt aus Baiersbronn) nicht ganz nach dem Geschmack von Bundestrainer Eric Frenzel: „Das war nicht ganz zufriedenstellend. Unsere starken Läufer waren an der Schanze in einer Phase gefordert, in der es windtechnisch sehr, sehr schwierig war.“

Manuel Faißt der Beste

Tags darauf erarbeitete sich wenigstens Manuel Faißt als Siebter mit 47 Sekunden Rückstand auf Platz 3 eine ordentliche Ausgangsposition. Alle anderen DSV-Athleten waren aber schon da abgeschlagen. Am Ende blieb es in einem engen Kampf ums Podest aber bei Platz 7. „Es war wieder ein sehr schwieriger Wettkampf“, meinte der Baiersbronner nach dem Renne, „schade, dass es nicht noch ein bisschen weiter nach vorne gegangen ist beim Lauf, aber mit einem Top-Ten-Platz kann man doch immer zufrieden sein.“ Ach ja: Es siegte an beiden Tagen natürlich der Norweger Jarl Magnus Riiber – wie immer.