Beim Weltcup in Ramsau begibt sich Nathalie Armbruster auf die Verfolgung der Weltcup-Führenden Ida Marie Hagen. Die besten Erinnerungen hat sie nicht.
Nach dem Saison-Auftakt der Kombi-Frauen in Trondheim mit den Plätzen 2 und 3 für Nathalie Armbruster, die für den SV/SZ Kniebis an den Start geht, folgt nun die zweite Station im österreichischen Ramsau.
Trondheim sah die 19-Jährige als „gelungenen Saisonstart“ an – und das zu Recht. Im hochspannenden Gundersen-Wettkampf fehlte der Gesamtweltcup-Gewinnerin nur eine Fußspitze zum Sieg, im ungeliebten Massenstart, der die guten Springerinnen begünstigt, sicherte sie den Podestplatz hinter der österreichischen Überraschungssiegerin Katharina Gruber und Dauerrivalin Ida Marie Hagen (Norwegen).
Und das in dem Ort, der ihr von der WM im Frühjahr in unguter Erinnerung war, denn Trondheim „ist ja bekanntermaßen nicht gerade meine Lieblingsschanze“, wie sie bekannte.
Allerdings lief es im letzten Jahr in Ramsau nicht ganz nach Wunsch – und auch in diesem Jahr steht erst einmal ein Massenstart auf dem Programm.
Ärger nach dem Massenstart
Da lief es im Dezember 2024 vor allem deshalb nicht gut, weil nach dem engen Rennen über fünf Kilometer ein Springen nicht mehr möglich war – es musste der provisorische Wettkampfsprung vom Vortag herangezogen werden, und der war nicht wie gewünscht gelaufen.
83,0 Meter und so in der Endabrechnung nur Platz 4 ließen eine enttäuschte Nathalie Armbruster zurück. „Wenn ich heute den Sprung gemacht hätte und dann Vierte geworden wäre, hätte ich mich gefreut“, meinte sie, „aber so konnte man es nicht mal mehr versuchen, einen besseren Sprung zu machen.“ So sauer hatte man die damals 18-Jährige zuvor nie gesehen.
Das Wetter spielt nicht mit
Auch auf der Strecke war es zäh gelaufen, das Wetter hatte es nicht gut gemeint. Das zumindest wird in diesem Jahr kein Problem sein. „Es soll am Wochenende richtig gutes Wetter sein, wir erwarten stabile Verhältnisse“, freut sich Bundestrainer Florian Aichinger, der verletzungsbedingt fast notgedrungen auf das gleiche Team wie in Trondheim setzt.
Auch Jenny Nowak lässt aufhorchen
Dabei denkt er nicht nur an seine Top-Athletin aus Freudenstadt. „Jenny (Nowak) war zuletzt im Training wieder ganz nah dran an Nathalie. Hoffentlich bringt sie es rüber, Jenny hat momentan richtig was drauf.“
Und Nathalie Armbruster natürlich auch. Die souveräne deutsche Meisterin zeigt sich gänzlich unbelastet von der Vergangenheit und freut sich einfach „auf zwei weitere Wettkämpfe. Ich hoffe, dass ich wieder sowohl im Laufen als auch im Springen eine gute Leistung abrufen kann.“
Im PCR lief es schon mal rund: Hinter den im Laufen schwächeren Alexa Brabec (USA) und Ingrid Laate (Norwegen) sowie der Weltcupführenden Ida Marie Hagen wurde die Gewinnerin des Sommer Grand Prix Vierte – umgerechnet elf Sekunden hinter der norwegischen Favoritin. Das Wochenende wird also spannend.