Erfolgreich und in Superform in der Loipe: Nathalie Armbruster hatte zum Abschluss in Lahti ein besonderes Erlebnis. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Ein Drama in der Loipe beendet den Weltcup in Lahti. Und Nathalie Armbruster genießt es, mit einer Legende zusammen ein Team zu bilden – und auf das Podest zu stürmen.

„Wow! Was für ein besonderer Tag!“ Für die Freudenstädterin Nathalie Armbruster ging schon vor dem abschließenden Mixed-Teamwettbewerb in Lahti ein Traum in Erfüllung: Sie durfte mit einem ihrer absoluten Idole, Johannes Rydzek, um einen Platz auf dem Podest kämpfen.

 

Und am Ende hat es auch geklappt. Trotz der Probleme der 20-Jährigen mit der Schanze in Lahti, die sich über das gesamte Wochenende gezogen hatten. „Ich war ganz froh, dass ich einen ganz soliden Sprung gezeigt hab“, war die 20-Jährige froh, dass ihr Sprung bei „echt relativ schwierigen Bedingungen“ am Ende mehr wert war, als es zunächst aussah.

„Boah nee, das war gar nichts, hab ich erst gedacht“, gab die Athletin des SV/SZ Kniebis zu, „aber der war dann doch einiges wert, und der Ritchie hat dann auch einen Supersprung gezeigt.“

Das deutsche Duo gibt alles

Und so entwickelte sich in der Loipe ein dramatisches Rennen, das Nathalie Armbruster und Johannes Rydzek auf Platz 4 angingen. „Ich hab schon gesehen, dass sich da vorne ein Grüppchen bilden würde“, erzählte Rydzek am Ende, „und die wollten mich nicht rankommen lassen.“

Dennoch gab er Nathalie Armbruster eine gute Ausgangslage auf die Schlussrunde. Und der Puls der Gesamtweltcupsiegerin ging dann „immer noch ein bisschen schneller, weil ich ja wusste, dass ich das heute entscheiden muss, weil wir Frauen als Letztes gelaufen sind.“

Nathalie Armbruster greift Platz 2 an

Viele Teams kamen für das Podium infrage, die Abstände waren supereng. Dass am Ende Norwegen 1 mit Jan Luraas Oftebro und Ida Marie Hagen vorne lag, war keine große Überraschung. Dahinter verteidigten die Finnen Ikka Herola und Minja Korhonen noch 6,3 Sekunden ihres Vorsprungs nach dem Springen vor der heranstürmenden Nathalie Armbruster in Superform.

Die deutsche Meisterin und Sommer-Grand-Prix-Siegerin hielt Norwegen 2 mit Marte Leinan Lund in Schach – und griff nach vorne an. „Das wird dann echt noch mal knapp auf Platz 2 hin, aber wir haben uns so über diesen dritten Platz gefreut“, war sie glücklich, mit ihrem Idol auf dem Podest zu stehen: „Das war für mich heute eine Riesenehre, diesen besonderen Moment mit Richie zu teilen.“