Ist bereit für den Re-Start im Weltcup: Nathalie Armbruster freut sich auf Lahti. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Nach über einem Monat greifen Nathalie Armbruster und die Top-Frauen der Nordischen Kombination am Wochenende in Lahti wieder ins Weltcup-Geschehen ein.

Es wird wieder ernst für Nathalie Armbruster vom SV/SZ Kniebis und die anderen Top-Kombiniererinnen: Am Wochenende steht im finnischen Lahti die nächste Station im Weltcup der Nordischen Kombination an. Endlich!

 

Denn seit dem Ende des diesjährigen Seefeld-Triples am 1. Februar mussten die Frauen – „dank“ Internationalem Olympischem Komitee (IOC) – tatenlos zusehen, wie ihre männlichen Kollegen ihre Chance in Norditalien nutzten und für genau die Begeisterung sorgten, die das IOC gefordert hatte.

Mittendrin im Jubel: IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die sichtlich angetan war vom Geschehen auf der Schanze und in der Loipe.

Neue Olympia-Hoffnung

Es besteht also Hoffnung für die Kombiniererinnen, in vier Jahren tatsächlich zu ihrer olympischen Premiere zu kommen. „Wir haben uns den Platz bei Olympia verdammt noch mal verdient, indem wir hochprofessionelle Weltklasse-Athletinnen sind und alle Anforderungen des IOC erfüllt haben“, drückt sich Gesamtweltcupsiegerin Nathalie Armbruster in diesem Punkt deutlich aus.

Hoffen lassen Äußerungen des neuen IOC-Sportdirektors Pierre Ducrey, der verlauten ließ, dass die Kombination „in der Vergangenheit vor Herausforderungen“ gestanden, sich seither aber „weiterentwickelt“ habe. Was auch immer das heißen und für eine Teilnahme der Frauen 2030 bedeuten mag.

Erfolgreicher Start beim COC

Im Hier und Jetzt hat die Weltspitze der Kombiniererinnen das Heft des Handelns in die eigenen Hände genommen und die Weltcup-Pause selbst verkürzt – mit einem (fast) kollektiven Start beim Continentalcup im schwedischen Falun.

In Lahti gilt’s

Und Nathalie Armbruster glänzte bei dieser Weltcup-Vorbereitung mit einmal Platz 2 und zweimal Platz 3. Nun steht in Lahti ein Gundersen-Wettkampf (Freitag, 12.00 Springen/16.00 Langlauf) auf der Großschanze und „ein echt cooles Wochenende“ (Jenny Nowak) an.

Kampf mit der Großschanze

Dass die Großschanze noch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, zeigte sich beim provisorischen Wettkampfsprung am Donnerstag. Nathalie Armbruster kam zwar auf 110,0 Meter – aber die Finnin Minja Korhonen legte 123,5 Meter vor und wäre beim Anwenden des Sprungs im Wettkampf schon 1:55 Minuten weg. Auch Alexa Brabec (119,5) und Ida Marie Hagen (116,0) hätten ein sattes Polster auf die Freudenstädterin.

Ein Highlight erlebt Johannes Rydzek in Finnland: „Ich darf am Wochenende meinen 300. Weltcupstart feiern. Das ist natürlich besonders, dass das gerade in Lahti ist – ein ganz besonderer Ort für mich.“

Platz 7 für Fabienne Klumpp

Unterdessen hat Nachwuchshoffnung Fabienne Klumpp aus Baiersbronn bei der Junioren-WM in Lillehammer im Teamsprint mit Sofia Eggensberger Platz 7 belegt. Bei der 17-Jährigen läuft es auf der Schanze noch nicht ganz rund. Auch beim PCR landete sie auf Platz 14 und hofft auf eine größere Weite im Gundersen-Wettkampf am Freitag (09.30 Springen/15.00 Langlauf).