Der Nikolausmarkt verbreitete am Wochenende des zweiten Advent zauberhafte Atmosphäre mit Lichterglanz, funkelnden Christbäumen und weihnachtlich geschmückten Holzhütten.
Atmosphärisch zauberhaft und sehr weihnachtlich ist der Rottenburger Nikolausmarkt. Es ist früher Abend auf dem Rottenburger Marktplatz, und ein Duft von Glühwein, Punsch und gebrannten Mandeln wabert durch die Budengässchen.
Der große Weihnachtsbaum steht mittig auf dem Marktplatz, er und die Giebel der Holzhütten sind mit Lichterketten geschmückt. Zudem leuchten die Giebel der Marktplatzhäuser und in der Rottenburger Altstadt.
Über den Straßenzügen hat die Wirtschaft Tourismus Gastronomie Rottenburg (WTG) schon seit einigen Tagen die wunderschöne Weihnachtsbeleuchtung angebracht – diese strahlt mit dem Gigantstern auf dem Eugen-Bolz-Platz um die Wette. Die festliche Atmosphäre fasziniert, inspiriert und macht Laune, um an den Ständen zu verweilen und etwas zu stöbern.
Weihnachtsgeschenke sind ein Selbstläufer
Die ersten Weihnachtsgeschenke sind bei vielen Besuchern des Rottenburger Nikolausmarktes mehr oder weniger ein Selbstläufer – oder man stellt die sehr dekorativen Schmuckstücke in die eigenen vier Wände, als Hingucker auf dem Tisch, etwa wenn es sich um einen Adventskranz handelt. In den Auslagen der Holzhütten findet sich so Allerlei, was das Wohnen in der Advents- und Weihnachtszeit schöner macht: Etwa Holzsterne oder Metallsterne aus Kupfer aus der Arbeitstherapie der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rottenburg. Oder so genannte Bienenhotels, zudem auch zauberhafte weihnachtliche Deko.
Im Rathausfoyer können die Kinder basteln, und es gibt ein musikalisches Rahmenprogramm, auf der Bühne vor dem Dom St. Martin. Weihnachtliche musikalische Weisen erklingen, und von Freitagnachmittag bis zum Sonntag läuft der Nikolausmarkt – am Sonntagabend war dann Abbau. Doch einige Unentwegte trinken mit ihren Kids – oder allein, oder zu zweit ihren letzten heißen Punsch oder Glühwein, derweil der Abbau emsig läuft.
Orgelmusik erklingt am Sonntag im Dom
Im Dom ist Sonntagabendmesse, und ab und an dringt Orgelmusik in Fetzen an die Ohren der eiligen abbauenden Helfer. Doch davor war die Hölle los – trotz leichtem Nieselregen lief alles glatt, und die Veranstalter sowie die Aussteller, Kunsthandwerker und Vereine oder Kindergärten und Schulen ziehen eine positive Bilanz.
Und: Das mit der Tasse funktioniert, denn das neue Naldoticket aus Keramik erfüllt seinen Zweck – und kann im kommenden Jahr wieder befüllt und genutzt werden. Und man geht beschwingt nach Hause und kommt sicherlich auch im kommenden Jahr an Nikolaus wieder – der übrigens gemeinsam mit Knecht Ruprecht die kleinen Kinder beschenkte. Man wird sich erinnern, wie entzückend die Kunsthandwerker-Stände waren, wie zauberhaft die Atmosphäre und wie friedlich doch die Stimmung war – im Kontrast zur vorweihnachtlichen Hektik oder der politischen Weltlage.