Der Nikolaus und sein Knecht Ruprecht waren zu Gast an der Schillerschule in Onstmettingen. Foto: Georgios Mpouras

Der Nikolaus besuchte die Grundschule der Schillerschule in Onstmettingen.

Auch in diesem Jahr war die Freude in der Grundschule der Schillerschule in Onstmettingen groß, als der Nikolaus seinen traditionellen Besuch ankündigte. Für die Kinder ist dieser Tag jedes Mal ein besonderes Erlebnis: gespannte Erwartung, strahlende Augen und eine Atmosphäre, die Wärme und Gemeinschaft spürbar macht.

 

Der Nikolaus, verkörpert von Olaf Dybbert, erschien wie gewohnt nicht allein. Begleitet wurde er von Knecht Ruprecht, dargestellt von Jovan Djermanovic, der die Kinder mit viel Humor und einem liebevollen Augenzwinkern unterstützte. Beide sorgten gemeinsam für einen lebendigen und fröhlichen Nikolausvormittag in allen Klassen.

Wie jedes Jahr verband die Schillerschule das traditionelle Nikolausbrauchtum mit einem wichtigen sozialen Anliegen. Die Eltern hatten erneut die Möglichkeit, mit Spenden die Arbeit der Krebshilfe Tübingen zu unterstützen. In diesem Jahr kamen dabei 720 Euro zusammen. Die Organisation der Spendenaktion und die Weiterleitung an den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen übernahm Anja Rist, die seit Jahren engagiert ist.

Große Freude herrschte in der Schillerschule beim Besuch des Nikolaus´. Foto: Georgios Mpouras

Der Nikolaus erzählte den Kindern auch diesmal von seinem historischen Vorbild – dem heiligen Nikolaus von Myra. Der Überlieferung nach lebte dieser im antiken Myra in der damaligen griechischen Provinz Lykien. Viele der frühen Erzählungen über ihn wurden ursprünglich in griechischer Sprache überliefert, da Griechisch damals die Alltagssprache der Region war. So zeigt sich in diesem Brauchtum nicht nur eine Figur der Nächstenliebe, sondern auch ein Stück griechischsprachiger Kulturgeschichte, das bis heute weiterwirkt. Für die Kinder entsteht dadurch eine spannende Verbindung zwischen einem vertrauten Fest und seinen historischen Wurzeln.

Wie jedes lebendige Brauchtum hat sich auch der Nikolaustag über die Jahrhunderte weiterentwickelt. Traditionen wandeln sich, passen sich an und bleiben doch im Kern bestehen – getragen von Gemeinschaft, Freude und dem Wunsch, anderen etwas Gutes zu tun. Genau diese Verbindung aus Tradition und sozialer Verantwortung wurde an der Schillerschule auch in diesem Jahr wieder sichtbar.

Die Schülerinnen und Schüler erlebten einen Nikolaustag, der Geschichte, Herzlichkeit, Sprache und Hilfsbereitschaft auf besondere Weise miteinander verknüpfte – „einen Tag, der nicht nur in Erinnerung bleibt, sondern auch ein starkes Zeichen des Zusammenhalts setzt“, wie die Organisatoren betonen.