Wegen eines Kellerbrandes ist ein Haus in Neuhengstett vorerst nicht mehr bewohnbar. Foto: Benjamin Talmon l´Armee

Zu einem Kellerbrand ist es am Dienstagabend in Neuhengstett gekommen. Die Rauchsäule über dem Zweifamilienhaus war schon von Weitem zu sehen. Verletzt wurde niemand, doch der Schaden ist groß. Das Gebäude ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar.

Althengstett-Neuhengstett - Um 20.27 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein: Großbrand in einem Gebäude in der Neuhengstetter Forststraße. "Es war starker Rauch sichtbar", berichtet der Althengstetter Kommandant Benjamin Jones. Bereits bei der Anfahrt vom Gerätehaus sei die Rauchsäule zu erkennen gewesen.

Rauch nach oben gezogen

Bei der Ankunft der Rettungskräfte rauchte es aus den Dachfenstern und der Dachhaut des Gebäudes. Zunächst sah alles nach einem Dachstuhlbrand aus. Allerdings, erzählt der Kommandant, habe der Truppführer, der zuerst vor Ort war, schnell erfahren, dass es sich um einen Kellerbrand handelte. Der Rauch war durchs Treppenhaus nach oben gezogen.

Glück im Unglück hatten die Bewohner, die unverletzt blieben: Die des Erdgeschosses waren gar nicht zu Hause, als das Feuer ausbrach. Und zwei Bewohner des Dachgeschosses gelangten dank des Eingreifens von Ersthelfern mit einer Leiter ins Freie – der Weg über das verrauchte Treppenhaus war keine Option. Die Rauchmelder im Gebäude hatten angeschlagen.

Die Feuerwehr war mit rund 35 Mann aus den Abteilungen Althengstett und Ottenbronn im Einsatz. Angerückt waren sie mit sechs Fahrzeugen, darunter drei Mannschaftstransportwagen, drei Löschfahrzeuge und das mit dem Teleskopgelenkmast. Dieses Hubrettungsfahrzeug kam dann aber nicht zum Einsatz, weil die Bewohner bereits in Sicherheit waren.

Als klar war, wo es brannte, "konnten wir gezielt vorgehen", berichtet Benjamin Jones. Laut Polizeimeldung war der Kellerbrand bereits um 20.45 Uhr gelöscht.

Die Feuerwehr hatte anschließend aber noch gut damit zu tun, das Haus rauchfrei zu bekommen. Der Einsatz war erst gegen 22.30 Uhr beendet. Während das Erdgeschoss nur leicht verraucht sei – "da konnte der größte Schaden abgewendet werden", sagt Jones –, ist das Dachgeschoss schwer in Mitleidenschaft gezogen. Vorerst ist das Haus nicht bewohnbar. Nach Angaben der Polizei kamen die Bewohner bei Verwandten und Bekannten unter.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf circa 200 000 Euro. "Die Ursache des Brands bedarf weiterer Ermittlungen, auf eine vorsätzliche Tat deutet jedoch bislang nichts hin", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

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