Kompaniefeldwebel Yves Albrecht im Gespräch mit Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg und dessen Amtsvorgänger Otto Sieber (von links). In dessen Amtszeit wurde die Patenschaft mit den Soldaten 1976 ins Leben gerufen. Foto: Bantle

Für Bürgermeister Martin Ragg sowie die Gemeinde- und Ortschaftsräte war es eine Herzensangelegenheit: Sie sagten den Soldaten der Patenkompanie Dank für ihre vielfältigen Arbeitseinsätze in der Gesamtgemeinde.

Niedereschach/Donaueschingen - Als Rahmen hierfür war schon lange ein Biwak, verbunden mit einem gemeinsamen Essen, bei der Eschachhalle geplant. Dieses musste wegen der Corona-Pandemie indes mehrfach abgesagt werden. Doch nun hat es geklappt. Die Soldaten brachten den Weg ins mehrtägige Biwak bei beachtlichen Hitzegraden übrigens in Form eines Fußmarsches von Donaueschingen nach Niedereschach hinter sich.

Mehr als 100 Soldaten der Patenkompanie, einige Bürger, der Bürgermeister, Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes sowie Gemeinde- und Ortschaftsräte nutzten das gemeinsame Essen, um abseits der vielen Arbeitseinsätze mit den Soldaten in lockerer Runde persönliche Kontakte zu vertiefen.

Bürgermeister Martin Ragg betonte, wie wertvoll die seit 1976 bestehende enge Partnerschaft der Gemeinde Niedereschach zur heutigen 4. Kompanie des Jägerbataillons 292 in Donaueschingen sei. "Es ist eine lebendige Patenschaft, welche sich durch vielfältige Kontakte und gemeinsame Treffen auszeichnet", konstatierte der Bürgermeister. Er erinnerte an zahlreiche Arbeitseinsätze der Patenkompanie in der Gesamtgemeinde in den vergangenen Jahren, bei denen unter anderem 100 Männer und Frauen "richtig hingelangt haben".

Viel Hilfe von Soldaten

Das Ergebnis seien gepflegte Gehölze an Straßen und Bachläufen, der Rückgang des gefährlichen Riesenbärenklaus auf Gemarkung Niedereschach, hervorragend gerichtete Wege und auch die Ertüchtigung des Streichelzoos sowie des Waldlehrpfades. Im Detail erinnerte Ragg an umfangreiche Hecken- und Baumpflegemaßnahmen entlang der Kreisstraße Richtung Schabenhausen sowie das Freischneiden des dortigen Geh- und Radweges.

Viel Lob aus den Reihen der Bürgerschaft habe es auch für die Ertüchtigung des Waldlehrpfades bei der Bruder-Konrad-Kapelle gegeben. Im Streichelzoo wurden Gebäude repariert und Totholz entfernt, um der Versauerung des dortigen Sees entgegenzuwirken. Auch wurden verschiedene Holzruhebänke aufgestellt. Beim Konzert mit Papis Pumpels erhielt die Gemeinde ebenfalls Unterstützung von Soldaten der Patenkompanie. Und auch im Pflegehaus am Eschachpark halfen Soldaten bei den dort stattfindenden mobilen Corona-Virus-Impfterminen aus.

Wanderweg gerichtet

Unvergessen sind in Niedereschach zudem die von den Soldaten ausgeführten landschaftspflegerischen Maßnahmen entlang der Eschach und die Ertüchtigung des Wanderweges von der Eschach zum Vorderen Herrenberg.

"Die Liste der Aktivitäten der Soldaten in Niedereschach ließe sich beliebig verlängern", betonte Ragg. Er freute sich, dass sich die Soldaten nach deren Aussagen in Niedereschach immer sehr wohl und auch angenommen fühlen. Nicht unerwähnt ließ der Schultes auch den Mali-Auslandseinsatz der Soldaten.

Dankesworte gab es zudem für die Landfrauen der Gesamtgemeinde. Sie unterstützten Chefkoch Frank Schaaf in der Hallenküche.