Es wurden jede Menge tote Fische gefunden. (Symbolfoto) Foto: © bearok – adobe.stock.com

Angelverein geht von 500 bis 1000 verendeten Tieren aus. Umgestoßenes Ölfass ist Ursache..

Niedereschach/Königsfeld-Burgberg - Große Sorgen um das von der Gemeinde Niedereschach gepachtete Fließgewässer des Glasbachs und des Fischbachs macht man sich beim Angelverein (AV) "Teufental". In den beiden Gewässern wurden jede Menge tote Fische gefunden.

Gewässerwart Michael Flaig lief am Montagnachmittag am Fischbach in Richtung Niedereschach entlang, weil ihn der Vorsitzende des Angelvereins, Martin Eitzert, darum gebeten hatte. Bei dieser Erkundung fand er eine Menge toter Fische.

Fleig entnahm sofort zwei Wasserproben und stellte zwei der toten Fische sicher, die nun bei Schriftführer Wolfgang Barwich lagern, bis über den Landesfischereiverband ein Institut ausfindig gemacht wird, welches die Fische untersucht. Dann soll geklärt werden, weshalb und woran sie verendet sind.

Zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden des AV, Herbert Schlenker, inspizierte Flaig noch am Montagabend den in die Fischbach fließenden und von Burgberg her kommenden Glasbach, und beide stellten dort ebenfalls tote Fische fest.

Im Keller ein Ölfass umgestoßen 

Wegen der eintretenden Dunkelheit konnten die beiden jedoch nicht weiter am Glasbach entlang gehen. Seitens des AV wurde dann am Dienstagmorgen das Fischsterben beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis gemeldet. Von dort meldete sich umgehend Pirasanth Benzing vom Amt für Wasser- und Naturschutz. Schon um 8.30 Uhr sind Benzing und Schlenker dann den Glasbach entlang gegangen bis zur Pumpstation der Fischbacher Wasserversorgung neben der Kohlbrunnenquelle in Richtung Burgberg. Auch auf dieser Strecke waren tote Fische zu finden.

Benzing ist dann nach Burgberg gefahren und konnte den Verursacher schnell feststellen. Dort sollen offensichtlich die spielenden Kinder des Verursachers im Keller ein Ölfass umgestoßen haben. Und dort fließt der Mühlenbach durch, der das Öl Richtung Glasbach transportiert hat. Nach Angaben von Benzing wird es nun in jedem Fall eine Anzeige seitens der Polizei geben.

Zudem wird der Angelverein den entstandenen Schaden gegenüber dem Verursacher geltend machen. Herbert Schlenker geht von 500 bis 1000 toten Fischen aus. Der Schaden könne erst genau benannt werden, wenn der Bach von den toten Fischen geräumt wurde. Insgesamt schätzt Schlenker die Schadenshöhe auf rund 10.000 Euro.

Als nächstes wird nun der Bach von Niedereschach bis Fischbach und dann bis Burgberg ablaufen und alle toten Fische werden herausgenommen. Dann soll mittels eines E-Fischens im Glasbach untersucht werden, ob alle Fische verendet sind. Dieser ganze Arbeitsaufwand und auch die Untersuchung der toten Fische könnten laut Schlenker zu der von ihm geschätzten Schadenshöhe führen.

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