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Niedereschach Schnelle Hilfe im Notfall

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An Puppen vermittelt die Bereitschaftsärztin Ursula Engesser, wie Laien im Notfall einen Menschen reanimieren können. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Laien-Reanimation liegt Ursula Engesser am Herzen. Die Bereitschaftsärztin der Ortsgruppe Fischbach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kämpft gegen den schnellen Herztod und bietet deshalb immer wieder Wiederbelebungskurse an.

Niedereschach-Fischbach/Königsfeld-Weiler. Auch die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke, rückt derzeit das Thema "Reanimation durch Laien" wieder stärker in die Öffentlichkeit. Sie fordert, dass flächendeckend und regelmäßig in den Schulen Übungen zur Reanimation fest in den Lehrplänen verankert werden. Zudem appelliert sie an alle, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen.

Sie liegt genau auf der Linie der Bereitschaftsrärztin, der dieses Thema seit vielen Jahren am Herzen liegt und die seit 2017 in Fischbach und im benachbarten Königsfelder Ortsteil Weiler, der dem DRK Fischbach angegliedert ist, immer wieder Reanimationskurse für Laien anbietet. Ihr erklärtes Ziel ist es, dass nahezu jeder Bürger aus den Gesamtgemeinden Niedereschach und Königsfeld im Notfall einen anderen Menschen reanimieren kann.

"Jeder kann Leben retten", davon ist Ursula Engesser überzeugt, und sobald es die Corona-Pandemie wieder zulässt, wird sie ihre Laienreanimationskurse wieder anbieten. Bei diesen Kursen zeigen Ursula Engesser und erfahrene Mitglieder des Roten Kreuzes, wie man als Laie im Notfall helfen kann.

Außerdem gibt es stets Informationen zum Thema "Wie erkenne ich schnellstmöglich einen Schlaganfall". Der plötzliche Herztod sei die häufigste Todesursache in Deutschland, erklärt die Ärztin. Doch die Helferquote beim Herzstillstand sei im internationalen Vergleich alarmierend gering. Dabei sei die Wiederbelebung eines Menschen kinderleicht, und jeder könne es. "Man kann nichts falsch machen, es sei denn, man tut nichts", so die klare Aussage der Ärztin.

Schweden dient ihr als ­Vorbild. Dort reanimieren Laien in 75 Prozent der beobachteten Herzstillstände die Menschen. In Deutschland seien es nur rund 15 Prozent. Pro Jahr erleiden laut Ursula Engesser in Deutschland rund 48 000 Menschen einen Herzstillstand, 40 000 davon sterben. Jede Minute, die früher wiederbelebt werde, erhöhe die Überlebenschance. Durch mehr Laien-Reanimation könnten in Deutschland jährlich über 5000 Menschenleben gerettet werden. Zum Vergleich weist sie darauf hin, dass die Zahl der Verkehrsopfer mit jährlich rund 4000 Toten in Deutschland niedriger ist als der Tod durch Herzstillstand.

Vor diesem Hintergrund ist Ursula Engesser froh, dass die Patientenbeauftragte der Bundesregierung das Thema aufgegriffen hat und verstärkt in die Öffentlichkeit und auch in die Schulen tragen will. Sie selbst hofft, dass ihre Laien-Reanimationskurse weiterhin gut angenommen werden, sobald diese wieder möglich sind. Die nächsten Termine werden veröffentlicht, sobald diese feststehen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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