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Niedereschach Schloss Granegg ist fast vergessen

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Niedereschach - Auf dem Berg zwischen Fischbach und Schabenhausen soll das Schloss Granegg gestanden haben, das es im Mittelalter noch gab.Nach diesem Schloss ist in Niedereschach aber eine Straße benannt, die Granegg­straße. Heute existiert nur noch ein Gebäude, der sogenannte Schlosshof, das Meierhaus.

Dieses wurde inzwischen statisch gesichert und das Dach erneuert. Die Eigentümer Christine und Christoph Blessing werden den Komplex sanieren lassen und dann selbst einziehen. Derzeit wohnt die Familie noch in München. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt mit einer Spende aus Lottomitteln in Höhe von 50 000 Euro die Innensanierung der Tischler- und Fensterarbeiten.

Das ehemalige Meierhaus des früheren Schlosses Granegg wird seit Jahrhunderten Schlosshof genannt. Es stammt im Kern aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Den­drochronologische Untersuchungen des Satteldaches ergaben, dass die Schindeln und Dachlatten Originale aus den Jahren 1649/1650 sind.

Vermutlich entstand das langgestreckte, zweigeschossige Verwalterhaus, das Anfang des 19. Jahrhunderts um einen Wirtschaftsteil erweitert wurde, auf älteren Vorgängerbauten. Die innere Anlage der beiden Geschosse wurde nur unwesentlich verändert, als man eine Trennwand und eine weitere Kammer einbaute.

Die Umwidmung zum Bauernhaus bedeutete keine Abwertung, denn man brachte in das Gebäude eine reiche Innenausstattung ein. So versahen die Eigentümer des 19. Jahrhunderts das Bauwerk in den straßenseitigen Räumen mit einer Kassettendecke und mit Wandvertäfelungen. Zwei zum Teil verzierte Trennwände stammen aus derselben Zeit. Bei den jüngsten Erneuerungen hat man die historische Ausstattung lediglich überbaut, so dass die alten wertvollen Originale darunter erhalten blieb.

Der ehemalige Schlosshof in Niedereschach hob sich immer durch seine bauliche Größe und seine massive Bauweise im Ortsbild hervor. Er ist zugleich eines der letzten historischen Gebäude in der Gemeinde. Durch die anstehende Renovierung bleibt ein für das 19. Jahrhundert ganz untypisches Wohn- und Ökonomiegebäude erhalten.

Niedereschach wurde im Jahre 1086 erstmals urkundlich erwähnt. Im Verlaufe der Geschichte war der Ort Besitztum der Klöster Gengenbach, St. Georgen und der Freien Reichsstadt Rottweil. 1805 wurde das Dorf württembergisch und kam 1810 zu Baden.

Hans Sebastian Ifflinger residierte auf seinem Stammsitz, der Burg Granegg. Das gesamte Gut umfasst über 2000 Morgen, rund 630 Hektar Land.

Doch trotz dieses großen Besitzes waren die Ifflinger zeitweise "Bettelbarone". Zum Besitztum zählte zeitweise auch der Dunninger Ortsteil Lackendorf. Der 30-jährige Krieg zog auch Lackendorf schwer in Mitleidenschaft. Graf Hansjakob II. von Ifflingen klagte 1631, dass seine Untertanen verarmt, niedergehauen oder vor Hunger gestorben sind. Während ihrer Herrschaft besaßen die Ifflinger in Lackendorf das "Hohe Haus" und daneben ein Haus mit einer Scheuer. Ersteres wurde 1712 verkauft, an die Stelle des zweiten Hauses bauten sie 1733 ein kleines Schloss, das aber 1813 von der Gemeinde wieder abgerissen wurde.

Zwischenzeitlich war der Ort im Jahre 1805 dem neugebildeten württembergischen Gebiet zugeschlagen worden. Lackendorf ist eine frühmittelalterliche Siedlung, die ihren Namen dem althochdeutschen Wort "Lacha" verdankt, was soviel bedeutet wie "stehendes Wasser in einem Flussbett". Der Name Lackendorf wird 1339 erstmals auf einer privaten Kaufurkunde erwähnt. Der Herzog Ulrich von Württemberg (1498 bis 1550) verlieh das Lehen an Hans Sebastian Ifflinger.

In Niedereschach lieben Christine und Christoph Blessing das frühere Meierhaus. Christine Blessing ist in Niedereschach aufgewachsen. Das Gebäude soll mit Leben erfüllt werden. Geplant ist ein prächtiger Bauerngarten und eine Streuobstwiese, in der auch Haselnussbäume stehen sollen. Der Eingangsbereich von Fischbach gewinnt somit Geschichte zurück.

 
 

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