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Niedereschach Ortschaftsrat will keine neue Sirene

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Foto: Pixabay Foto: Schwarzwälder Bote

In Grenzen hielt sich im Fischbacher Ortschaftsrat die Begeisterung, wieder eine Sirenenanlage in Fischbach zu installieren. Mehrheitlich wurde die Meinung vertreten, dass das Geld anderweitig sinnvoller angelegt werden könnte.

Niedereschach-Fischbach. Ortsvorsteher Peter Engesser erklärte, dass es sehr wichtig sei, bei den anstehenden Haushaltsplanberatungen mit Blick auf das Investitionsprogramm genau zu unterscheiden, was dringlich und wichtig ist.

Was die Sirenenanlagen betrifft, vertrat er die Meinung, dass die Hilfsorganisationen bestens mittels Funk ausgerüstet sind und dass man sich das Geld für die Wiederinbetriebnahme von Sirenen aus seiner Sicht sparen könne. Er finde dies jedenfalls unnötig. Unterstützt wurde er von seinem Ratskollegen Armin Müller. Er wollte wissen, ob es diesbezüglich ein Gesetz gebe oder ob die Neuinstallation von Sirenenanlagen auf freiwilliger Basis erfolgen soll. Solange es kein verbindliches Gesetz gebe, sollte man die Sache nicht in Angriff nehmen.

Bürgermeister Martin Ragg erläuterte, dass im Moment lediglich eine Empfehlung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz- und Katastrophenhilfe vorliege. Man sollte jedoch sehen, dass sich die Bedrohungslage geändert habe. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, gelte es auch die Alarmierung zu trainieren. Seitens der Gesamtfeuerwehr jedenfalls würde man die Ertüchtigung der Sirenenanlagen begrüßen.

Ortschaftsrat Dieter Petrolli erklärte, dass es zwar schön sei, wenn die Sirenen "runtergehen", wenn es brennt. Es sei jedoch in der Praxis so, dass die Feuerwehren digital sehr gut unterwegs seien. Vor diesem Hintergrund sehe er keinen Grund, wieder Sirenenanlagen zu installieren. Im Notfall könne auch die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen durch den Ort fahren und Durchsagen machen.

Sein Ratskollge Martin Eitzert erklärte, dass der Punkt aus seiner Sicht als erstes für das Investitionsprogramm 2021 gestrichen werden könnte. Auch Andy Ettwein sieht dies so. Der Fehler sei früher gemacht worden, als man die Sirenenanlagen abgebaut oder außer Betrieb genommen habe. Er rechne damit, dass es irgendwann wieder vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird. Bis dahin, so seine Empfehlung, sollte man auf die Neuinstallation und Wiederinbetriebnahme von Sirenenanlagen verzichten. Corinna Link verwies darauf, dass es durch den Klimawandel mehr Ereignisse gebe, die man sich bis vor kurzem noch gar nicht vorstellen konnte. Vor diesem Hintergrund sei sie nicht abgeneigt, die Sirenenanlagen wieder in Betrieb zu nehmen. Aus ihrer Sicht sind die in der Sitzungsvorlage aufgeführten Kosten in Höhe von 7600 Euro auf Fischbach bezogen, durchaus noch im finanziellen Rahmen.

Für Ortsvorsteher Peter Engesser hingegen ist klar, dass man beim Abbau der Sirenenanlagen sehr bewusst auf die stille Alarmierung gesetzt habe, die parallel eingeführt wurde, weil man nicht wollte, dass bei einem Brandfall beispielsweise die gesamte Bevölkerung alarmiert und auf den Beinen ist.

Aus den Reihen der Zuhörer meldete sich Fischbachs Feuerwehrkommandant Jürgen Seemann zu Wort. Er sagte, dass man seitens der Feuerwehr bereits bei der Abschaltung der Sirenen dagegen war. Er wies darauf hin, dass gerade in Fischbach die digitale Alarmierung sehr oft nicht 100-prozentig funktioniere. Die Fischbacher Feuerwehr habe sich in den Jahren 2010 und 2013 vehement gegen die Abschaltung der Sirenenanlagen gewehrt.

Engesser blieb standhaft. Für ihn geht es nicht nur um die 7600 Euro sondern auch um die Folgekosten, die noch gar nicht berücksichtigt seien. Die Diskussion habe gezeigt, dass man sich im Gremium weitgehend einig sei, dass die Neuinstallation und Wiederinbetriebnahme von Sirenenanlagen nicht zwingend notwendig sei.

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