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Niedereschach Mit zusätzlicher Leitung auf der sicheren Seite

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Foto: © jozsitoeroe – Fotolia.com Foto: Schwarzwälder Bote

Als "schönes interkommunales Projekt" bezeichnete Bürgermeister Martin Ragg im Gemeinderat die geplante Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Dauchingen im Bereich der Notwasserversorgung.

Niedereschach. Mit einem neuen Hochbehälter im Bereich Hohholz/Kappeler Berg und der Verlegung der notwendigen Leitungssysteme bei einer Gesamtinvestitionssumme von rund 2,3 Millionen Euro sollen hierfür die Weichen gestellt werden.

Vor diesem Hintergrund beschloss der Gemeinderat die Verwaltung zu beauftragen, beim Regierungspräsidium einen Zuschussantrag zu stellen. Allerdings dränge die Zeit, wie Dominik Bordt von der Firma BIT Ingenieure erläuterte, denn der Antrag sollte zum 30. September fertig sein. Mit den Gemeinden Dauchingen, Deißlingen und Königsfeld habe man zwischenzeitlich die dazu notwendigen Gespräche geführt, um die Bereitschaft einer Zusammenarbeit auszuloten, ergänzte Bürgermeister Martin Ragg, wobei sich Deißlingen bereits in der Umsetzung einer Maßnahme befinde. Auch Dauchingen habe Interesse an dem gemeinsamen Aufbau einer interkommunalen Notwasserversorgung über das Längental bekundet.

Die Notwasserversorgung umfasse den Neubau eines Edelstahlhochbehälters auf dem Kappeler Berg mit 600 Kubikmeter Speichervolumen sowie den Neubau einer kombinierten Druck- und Fallleitung bis zur Kreuzung Spitzacker im Gewerbegebiet Niederschach, erläuterte Bordt. Ferner betonte er, dass Niedereschach mit ihren drei Quellen durchaus in einer komfortablen Lage sei. Jedoch sollte bei einem Ausfall einer Versorgungsquelle sichergestellt sein, dass Niedereschach im Verbund mit Dauchingen ausreichend versorgt werden kann.

Rüdiger Krachenfels wollte wissen, ob die Wasserversorgung in Niedereschach ausreiche, um Dauchingen über einen längeren Zeitraum mitversorgen zu können. Die Versorgung über einen längeren Zeitraum sei eher unwahrscheinlich, entgegnete Bordt, zumal Dauchingen am Netz von Schwenningen hänge und somit die Wasserversorgung keine Probleme bereiten dürfte. Aber auch an heißen Sommertagen wäre der Wasservorrat in Niedereschach ausreichend, um Dauchingen über einen gewissen Zeitraum mitversorgen zu können. Dies könne er sich bis zu zwei Monate vorstellen.

Thomas Braun plädierte dafür, vorrangig auch dafür dazu zu sorgen, das Regenwasser in der Fläche zu halten. Viele Bäche in Niedereschach und den Ortsteilen seien momentan so gut wie ausgetrocknet. Dem entgegnete Bordt, dass es wenig bringe, das Regenwasser für die Trinkwasserversorgung vorzuhalten. Hierfür seien die Quellen da und die schütten in Niedereschach sei jeher zur Genüge aus.

Oliver Bumann stellte heraus, dass man bisher keine Wassernotversorgung hatte und fragte, ob die geplante Maßnahme jetzt notwendig werde, weil es in den vergangenen Jahren zu wenig geregnet habe und man deshalb Engpässe befürchte. Bordt entgegnete, dass es hier um eine Maßnahme gehe, die für die Wasserversorgung zusätzliche Sicherheit biete. Sie sei nicht in der Trockenheit begründet. Als eines von möglichen Szenarien nannte der als Beispiel einen Ölunfall auf der Straße zwischen Fischbach und Erdmannsweiler, bei dem die Fischbacher Kohlbrinnenquelle abgeschaltet werden müsste. Bei einem solchen Problem wäre man mit dem zusätzlichen Wasser aus Dauchingen auf der sicheren Seite.

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