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Niedereschach Mit Rad durch exotische Landstriche

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Der Weltenbummler André Schuler ist mit seinem Fahrrad in Indochina und Thailand unterwegs. Fotos: Schuler Foto: Schwarzwälder Bote

Im Jahresprogramm der Bildungseinrichtung Forum Niedereschach, das Anfang September 2019 wieder an alle Haushalte der Gesamtgemeinde verteilt wird, hat der Niedereschacher Weltenbummler André Schuler seit Jahren einen festen Platz.

Niedereschach. Der Inhaber eines Schlossereibetriebs in Niedereschach hat Anfang dieses Jahres einmal mehr Hammer, Zollstock und Schweißutensilien beiseite gelegt und dafür sein Fahrrad flugtauglich in einen großen Karton verpackt.

Bei seiner diesjährigen Radtour durch das Indochina-Gebiet mit Thailand hat er sogar alle seine bisherigen Rekorde gebrochen. Über 3000 Kilometer, das ist ungefähr die Strecke von Niedereschach nach Damaskus, führte diesmal seine abenteuerliche Route durch exotische Landstriche. Stolze zweieinhalb Monate war er diesmal dafür unterwegs. Und noch ein Novum für André Schuler: Er hatte die Reiseroute diesmal nicht wie bisher minutiös vorbereitet, sondern fuhr sozusagen ins Blaue. Einzig die drei Länder Thailand, Laos und Kambodscha hatte er sich zum Ziel gesetzt, vor allem aber den Mekong. Und so war er am 1. Januar mit dem Flugzeug nach Chiang Mai an der Nordgrenze Thailands gestartet und begann dort seine Tour in Richtung Laos, nicht jedoch ohne in Chiang Mai auf den Nachtmarkt die gerösteten Heuschecken frittierten Maden probiert zu haben.

Seine erste Etappe führte nach Chiang Rai und von dort an das berühmte goldene Dreieck, der Region im Grenzgebiet der Staaten Laos, Thailand und Myanmar, berühmt und berüchtigt für den Schlafmohn, der dort angebaut und zu Heroin verarbeitet wird. Da die Region sehr gebirgig war, wollte er nicht dieselbe Strecke wieder zurück, sondern fuhr weiter über die Grenze nach Laos. Dabei machte er mit manchen behördlichen Eigenheiten Bekanntschaft. So habe er beim Grenzübertritt die Grenzbrücke nicht mit seinem Fahrrad bewältigen dürfen, sondern musste vor der Brücke mitsamt Fahrrad in einen Bus einchecken und mit diesem die 500 Meter über Brücke und Grenze fahren.

Sein nächstes Ziel war dann der Mekong, auf dem er zwei Tage 500 Kilometer mit dem Schiff zurücklegte, um dann mit dem Rad weiter nach Vientiane und dort wieder über die Grenze nach Thailand weiterzuradeln. In Erinnerung bleiben dabei eine Tagesleistung von 180 Kilometer und 2000 Höhenmetern.

Wieder in Thailand hatte Matthias, ein Sohn des Deißlinger Gartengestalters Thomas Schuler, den er bereits zu Hause beruflich sehr gut kannte und der inzwischen mit einer Thailänderin verheiratet ist und dort lebt, telefonisch Kontakt mit aufgenommen, um sich zu treffen. Und in Udon Thani, einer Stadt mit 500 000 Einwohnern, sei er ihm dann zufällig über den Weg gelaufen, wobei man sich natürlich freudig begrüßt habe.

Wieder Richtung Mekong führte die weitere Route dann Richtung Süden. Da nun die Zeit so langsam knapp wurde, ging es mit dem Zug von Ubon Ratschantani weiter zur alten Königsstadt Ayutthaya, von dort dann mit Rad wieder weiter nach Kanchanaburi, um dort die "Brücke am Kwai" zu besichtigen. Bei Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent folgte die letzte Etappe, an Bangkok vorbei durch den islamisch geprägten Süden bis zum Endziel Phuket, von wo es dann nach zweieinhalb Monaten mit dem Flugzeug über Bangkok wieder zurück in die Heimat ging.

Nach Alaska, Südamerika mit Chile und Feuerland, Kuba, Nepal, Australien und Neuseeland, Südamerika und Vietnam bleibe da für seine nächsten Reisen ja nicht mehr viel übrig, so die abschließende Frage an den Weltenbummler, doch der hat da keinerlei Bedenken: Im nächsten Jahr habe er bereits eine Tour durch Mexiko geplant, vielleicht aber auch nach Indien, wo er sich ein altes Motorrad kaufe und in den Himalaja starte. "Obwohl ich das mit dem Motorrad kann ich ja auch noch machen kann, wenn ich mal 70 bin", schmunzelt Schuler.

In einem detaillierten Reisebericht erzählt André Schuler über seine 3000-Kilometer-Radtour in seiner humorig-lockeren Art im Rahmen des neuen Forum-Programms "Reisen". Er berichtet an zwei Abenden am Freitag, 24. Januar, und Samstag, 25. Januar, da bei seinem letzten Reisebericht "Vietnam" das Forum einen noch nie dagewesenen Besucheransturm zu verzeichnen hatte und die Kapazität des Katharinensaals bei weitem nicht mehr ausreichte. Das neue Forum-Programm wird am 5. September an alle Haushalte der Gesamtgemeinde verteilt.

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