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Niedereschach Kleiner Gussofen ist 100 Jahre alt

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Groß ist die Vorfreude vieler Museumsbesucher auf Werner Reich (links) und Wolfgang Hauser, die am Sonntag, 2. Februar, zum beliebten Lumpenliedle-Singen im Museum sein werden. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Nicht ruhen lässt den Leiter des Lebens-Spuren-Heimatmuseums Niedereschach, Hans Otto Wagner, das Leben von Fridolin Leiber. So langsam lichten sich jedoch die Geheimnisse um den Maler aus Niedereschach.

Niedereschach. Einige Namen in seiner Vita sind in der Gegend wohlbekannt und heute noch vertreten, hat Wagner herausgefunden. Die Mutter Leibers stammt aus Kappel und hieß mit Mädchenname Reiser. Dazu gibt es in Leibers Umgebung auch die Familiennamen Hall und Mauthe. Leibers Vater war Bürgermeister in Niedereschach von 1847 bis 1853, was der Familie eine gewisse Bedeutung zumisst.

Bruder Johann ist in den 1850er-Jahren nach Amerika ausgewandert und im Alter von 98 Jahren in Whitewater/Wisconsin gestorben. Um 1850 herrschte in Baden eine witterungsbedingte Ernährungskrise, die viele Leute, besonders aus der einfachen Schicht und des Bauernstands, zur Auswanderung veranlasste. Und nicht alle überlebten die wochenlange Reise auf den unbequemen Frachtschiffen, berichtet Wagner. Zwischen 1849 und 1855 nahm die Bevölkerung in Baden um 3,5 Prozent ab.

"Sofern sich die Geschichte um Fridolin Leiber in Niedereschach abspielte, sind über das Kirchenbuch Niedereschach noch einige Zusammenhänge ablesbar. Schwieriger wird es zu seiner Zeit in Frankfurt, wo er ab 1882 lebte. Aber es besteht sicher die Möglichkeit, über die dortigen Archive noch etwas mehr zu erfahren", hofft Wagner.

Neuzugang

Auch wenn das Museum inzwischen nahezu aus allen Nähten zu platzen scheint, können doch immer noch passende Inventarstücke aufgenommen werden. Ein Beispiel ist ein kleiner Gussofen, der braun emailliert ist und mit schönen Applikationen ein typisches Beispiel aus den 1920er-Jahren darstellt. Es ist ein Containerfund, der dem Museum von einem aufmerksamen Bürger aus Niedereschach gemeldet wurde. Die Herstellerfirma Wotan, die seit 1900 Werkzeugmaschinen, aber auch Gussartikel herstellte, war bekannt. Es gab die ihre Öfen in sehr vielen Haushalten. "Wie so vieles wurden sie aber nach dem Einbau moderner Heizungen entsorgt, so dass dieses Exemplar eine wichtige Bereicherung in unserm Bestand darstellt", erzählt Wagner.

Heuaufzug

Am inzwischen fertiggestellten Heuaufzug im Museum kann man nun die Funktionsweise des Scherengreifers selbst ausprobieren. Eine Technik, die schon seit der Antike eingesetzt wurde und besonders beim Tempel-, Kathedralen- und Burgenbau angewendet wurde. Unerklärliche Löcher an manchen großen Steinen deuten noch auf diese Technik hin.

Wer etwas zum Ausstellen oder Darbieten im Museum hat, sei es Sammlung oder Hobby, darf sich gerne bei Wagner melden. "Wir freuen uns, den Besuchern etwas aus ihren Reihen präsentieren zu können. Es müssen keine Kunstwerke sein, sondern lieber sind uns mit Hand und Freude hergestellte oder gesammelte Kleinodien", so Wagner.

Am nächsten Öffnungstag, Sonntag 2. Februar, ist das Museum trotz des traditionellen Lumpeliedle-Singens geöffnet. Werner Reich und Wolfgang Hauser werden freche Lieder vortragen, und manch deftiger Witz wird den Besuchern die Tränen vor lauter Lachen in die Augen treiben. Ihr Auftritt findet im Museumscafé statt.

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