Kirche: Pfarrer Schleicher bezieht Position

Niedereschach (alb). In seiner Predigt beim Investiturgottesdienst, in dem er in der katholischen Kirche zum leitenden Pfarrer der Seelsorgeeinheit Niedereschach ernannt wurde, ging Pfarrer Schleicher auch auf die Frage eine, wie politisch eine Predigt sein darf.

In den vergangenen Wochen habe er diesbezüglich einige Diskussionen geführt. Der Satz "Wer mit Waffen handelt oder diese in Umlauf bringt, darf sich nicht Christ nennen", zeigte, dass Schleicher sich wohl auch künftig klare Stellungen beziehen wird.

Für Schleicher ist klar, dass man mit Waffen keinen Frieden schaffen kann. Er ging in seiner Predigt auf die Zerbrechlichkeit der Welt, den Klimawandel und die Bewahrung der Schöpfung ein. Innerhalb seiner Seelsorgeeinheit wolle er stets auf die Gebetssprache achten.

Zudem wünsch er sich eine lebendige Liturgie und sieht hierfür innerhalb der Seelsorgeeinheit schon jetzt eine Fülle von Ansätzen, über die er mit den Pfarrgemeinderäten bereits gesprochen habe. "Der Glaube ist nur lebendig, wenn wir gemeinsam suchen", so Schleicher weiter.

Auch ist Pfarrer Schleicher sicher, dass Gott die Seinen nicht im Stich lässt. Zusammen mit den Gläubigen und insbesondere auch mit "Mystikern" unter ihnen, von denen er in den Reihen der Gottesdienstbesucher viele entdeckt habe, wolle er einen ständigen Austausch über Erfahrungen mit Gott führen, damit trotz aller herrschenden Ängstlichkeit die Hoffnung bestehen bleibe.

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