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Niedereschach Im Heimatmuseum wird gewerkelt

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So soll die Museumstoilette aussehen, wenn nach dem Ende der Coronakrise, das Heimatmuseum der Gesamtgemeinde in Fischbach wieder geöffnet sein wird. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Auch wenn das Lebensspuren-Heimatmuseum der Gemeinde Niedereschach in der nächsten Zeit wegen des Corona­virus geschlossen bleibt, so wird es nicht in einen Dornröschenschlaf verfallen.

Niedereschach. Die Verantwortlichen nutzen die Zeit der Schließung, um notwendige Kleinarbeiten und Reparaturen zu erledigen. Dann folgt als nächstes eine "Schönheitskur" im Toilettenbereich. "Das Holz für die Wände ist schon vorbereitet und die notwendigen Umbauten veranlasst", sagt Museumsleiter Hans Otto Wagner. Zu einem solch attraktiven Museum gehöre auch eine zeitgemäße Toilette. Bis zum frühestmöglichen Öffnungstermin im Mai werde alles fertiggestellt sein.

Aus einem Abbruchhaus konnte Wagner sehr markante Balken erwerben, die in nächster Zeit ihren Platz im Keller in der Landwirtschaftsabteilung bekommen werden. Sie werden senkrecht gestellt wie Pfeiler für ein Vordach wirken, unter dem die Maschinen aufgereiht sind. Da die Rückwand schon mit Pseudofachwerk verkleidet ist, wird diese Kombination etwas mehr zur Anschaulichkeit und Inszenierung beitragen, ist Wagner überzeugt. "Bei der Gestaltung der unteren Toilette stand mir unser unermüdlicher Freund Peter Engesser mit Fachwissen tatkräftig zur Seite", freut sich Wagner. Die Sanitärmaterialien habe er im Internet besorgt, weil sie im Handel so nicht erhältlich waren.

Alte Radios

Im Museum stehen auch einige alte Radios herum, deren Betrieb nicht ratsam ist, da das Innenleben einen sehr morbiden Eindruck macht. Um sie wieder zum Leben zu erwecken, hat Wagner nun einige kleine Verstärker und Lautsprecher eingebaut, um in der Umgebung entsprechende Beschallung zu erreichen. So erklingen im Café künftig Schlager von den 20er- bis zu den 70er-Jahren, im Vereinszimmer zünftige Marschmusik und im zweiten Obergeschoss im Wohnzimmer läuft SWR 1. "Diese akustischen Aspekte machen das Museum wieder ein Stück lebendiger", ist Wagner überzeugt. Sogar das Klavier im Café, das nach Aussage eines Klavierstimmers nicht mehr reparierbar gewesen sein sollte, konnte er inzwischen mit Spezialwerkzeug akzeptabel stimmen und spielbar machen. Natürlich komme es nicht an einen Konzertflügel heran, aber für unterhaltende Salonmusik sei es nun wieder geeignet.

Insgesamt könne das Museumsteam mit dem Besuch in der letzten Zeit zufrieden sein, auch wenn der Anteil der Auswärtigen noch weit überwiegt.

Themen für Ausstellungen

Allerdings werde es zunehmend schwieriger, Themen für Ausstellungen, besonders für die Vitrinen im Café zu finden. Wiederholungen von Ausstellungen vergangener Tage seien erst nach fünf Jahren sinnvoll, und da stünden auch nicht mehr alle ehemaligen Aussteller zur Verfügung. Andererseits sei das Museum inzwischen so umfangreich und vielseitig, dass der Bestand zu mehrmaligem Besuch einlade. Außerdem gebe es immer wieder Neuigkeiten, die entdeckt werden können. Im "Göpelraum" können die Besucher beispielsweise die Funktionsweise eines Heugreifers (Heuzange) selbst ausprobieren und so den Scherenmechanismus erfahren. Der Saurier habe mit dem Abguss des Originalschädels von Kappel, der dem Museum vom Naturkundemuseum Stuttgart geschenkt wurde, etwas Gesellschaft bekommen und man könne die hunderte von Zähne in seinem Maul nun in 3D bewundern. Wann das Museum wieder seinen Betrieb aufnehmen kann, werde man über die Presse rechtzeitig bekanntgeben.

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