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Niedereschach Handwerk sichert Versorgung im Ort

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Gratulationen zur gelungenen Betriebsübernahme (von links): Walter Schulz von der Handwerkskammer Konstanz, Bürgermeister Martin Ragg sowie Theresa und Daniel Klein, die nach Umbauarbeiten die Bäckerei Bantle wiedereröffnet haben. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Wie wichtig Handwerker und Handwerksbetriebe für eine Gemeinde und die ganze Gesellschaft sind, das hoben Bürgermeister Martin Ragg und Walter Schulz von der Handwerkskammer Konstanz beim Besuch der neu eröffneten Bäckerei Bantle in Niedereschach hervor. Beide überbrachten Daniel und Theresa Klein ein Präsent.

Niedereschach. Beim Rundgang durch die neuen Verkaufs- und Produktionsräume lobten Ragg und Schulz, der für die Wirtschaftsförderung und den Unternehmensservice sowie als betriebswirtschaftlicher Berater bei der Handwerkskammer tätig ist, den unternehmerischen Mut des Ehepaares, das den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt hat. Dies sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit, betonten Ragg und Schulz. Die Bäckerei Bantle sei, wie viele andere Betriebe in der Gemeinde, wichtig für die Grundversorgung, erklärte Ragg.

Er freute sich, dass die Gemeinde über die Existenzgründungsoffensive Niedereschach (EGON) einen wichtigen Beitrag dazu leisten konnte, damit für die traditionsreiche Bäckerei unter Einbindung von Walter Schulz eine Nachfolgeregelung getroffen werden konnte. Noch gut erinnert sich Schulz an die erste Gesprächsrunde zwischen dem Ehepaar Bantle und ihrem Beschäftigten Daniel Klein. Fanden doch die Betreiber Hans und Edelgard Bantle, die in den Ruherstand wechseln wollten, in der Familie keinen Nachfolger. So überbrachte Schulz jetzt auch der Familie des Bäckermeisters Hans Bantle das Kompliment der Handwerkskammer für eine vorbildliche Nachfolgegestaltung und wünschte der Familie viel Zufriedenheit und Gesundheit für die Zukunft.

Sei in der eigenen Familie kein Nachfolger in Sicht, gelte es frühzeitig, einen externen Nachfolger zu suchen. Zudem sei eine Betriebsübergabe oder -übernahme ein vielschichtiger Vorgang, bei dem man allgemeine wie individuelle Kriterien berücksichtigen müsse, berichtete Schulz aus Erfahrung. Im Falle der Bäckerei Bantle sei dies gelungen. Zum Glück sehe man auch beim Land Baden-Württemberg, wie wichtig eine intakte Grundversorgung ist und habe unter Vermittlung der EGON und Wirtschaftsförderer Gunnar von der Grün geholfen, dass Klein für die umfangreichen Modernisierungs-, Umbau- und Renovierungsarbeiten einen beachtlichen Zuschuss erhielt.

Besonders freuten sich Ragg und Schulz, dass bei Daniel Klein, dessen Arbeitstag mitunter um 1 Uhr nachts beginnt, die ganze Familie dahintersteht. Es sei schön, dass die Bäckerei als klassischer Familienbetrieb weiter besteht. Angesichts der drei Kinder des Ehepaares könne man sogar Hoffnung haben, dass sogar aus der eigene Familie später ein Nachfolger erwachsen kann, wagte Schulz bereits voller Hoffnung einen Blick in die Zukunft.

Für Schulz steht fest, dass solides Handwerk nach wie vor einen goldenen Boden und damit Zukunft hat. "Man braucht nicht nur Akademiker, sondern auch Handwerker", stellte Schulz fest. Eine systematische Vorbereitung der Übergabe sei eine wesentliche Voraussetzung für den dauerhaften Erhalt eines Unternehmens.

Klein konnte diese Aussage nur bestätigen und dankte Ragg und Schulz für die Unterstützung. Bei der Vorbereitung einer Betriebsübergabe gehe es auch um die Unternehmenswertermittlung im Handwerk. Als Klein als sogenannter Übernehmer und das Ehepaar Bantle als Übergeber mit Schulz an einem Tisch saßen und dies alles besprachen, habe Schulz wertvolle und entscheidende Impulse geben, dass die Übergabe möglich wurde.

Dankbar zeigte sich Ragg, dass Klein das komplette Bantle-Team übernommen hat. Klein selbst betonte, dass er sich freue, dass der auch mit großen Investitionen verbundene Sprung in die Selbständigkeit nun vollzogen ist. Den Bantlezopf biete er weiter an. Aber es gebe im Sortiment auch einige Änderungen hin zu mehr natürlichen Backprodukten. Nachdem er unter Einbeziehung des zweiten Stockwerkes die Backräume habe erweitern können, sei es möglich, die Produktionsverfahren zu ändern und beispielsweise den Teig 18 Stunden reifen zu lassen.

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