Beim Hammellauf marschierten die Mädchen und Jungen im Kreis und gaben abwechselnd die rote Fahne weiter. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder-Bote

Oktoberfest des Trachtenvereins "Reckhölderle" / Fassanstich bereitet dem Bürgermeister große Probleme

Von Albert Bantle

Niedereschach. Ein Erfolg für den Musikverein "Harmonie" und den Trachtenverein "Reckhölderle" war das Oktoberfest in der Eschachhalle und der Hammellauf vor der Halle.

Seit fünf Jahren findet das Oktoberfest unter dem Motto "O’zapft is" statt. Mit dem Anzapfen war es allerdings so eine Sache: Bürgermeister Martin Ragg, vom Geburtstagsfest des Angelvereins Teufental kommend, war es erst gegen 21 Uhr möglich, das Fass anzuzapfen. Und das bereitet dem Schultes auch in seinem inzwischen sechsten Amtsjahr immer noch erhebliche Schwierigkeiten. Nach dem ersten kräftigen Schlag spritzte das schäumende Weiß quer über die Bühne und war erst unter tatkräftiger Mithilfe des Vorsitzenden des Musikvereins, Markus Vosseler, und des Hallenmanagers, Andy Haberer, zu bändigen. Das trug in der prallvollen Halle bestens zur Stimmung bei. Nach einem zünftigen "Warm Up" durch die Grüninger Stimmungsmacher, der kleinen Formation des Grüninger Musikvereins, legten die Rebellen in Lederhosen der "Partymaschine XXL" los. Ob beim "Hang on sloopy" aus den Sechzigern oder dem Wies’n Hit "Viva Colonia" – Dani, Marco, Wolfgang, Heiko, Robin, Ernst und Markus brauchten mit Schlager, Alpenrockhits und Songs der aktuellen Charts nicht lange, bis alles begeistert auf Bänken und Tischen tobte. Dirndl und Lederhose hatten wieder mal Hochkonjunktur, die meisten der Besucher hatten sich in Tracht gekleidet.

Begonnen hatte das Oktoberfest bereits am späten Nachmittag mit dem Hammellauf vor der Eschachhalle, verbunden mit einem gemütlichen Hock auf dem Hallenvorplatz. Bei schönstem Spätsommerwetter machte es den Mädchen und Jungs denn auch nichts aus, rund 20 Minuten lang im Kreis zu marschieren und abwechselnd die rote Fahne weiterzugeben, bis der antike Wecker dann endlich klingelte. Strahlender Sieger war der kleine Ben Lindinger. Bei ihm brauchte der Hammel keine Angst zu haben, im Suppentopf zu landen. Gerne verzichtete der kleine Ben auf einen neuen Hausgenossen und nahm statt dessen den Geldwert des Hammels entgegen.