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Niedereschach Gipfel brachte keine Bewegung

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Von Albert Bantle

Niedereschach/Dauchingen. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter lässt nicht locker und war anlässlich des Agrargipfels von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer bei einer Großdemonstration in München dabei. Auch aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis waren Milchbauern vor Ort.

Der Dauchinger Landwirt Andreas Schleicher, der auch BDM-Kreisteamleiter und stellvertretender BDM – Landesvorsitzender in Baden-Württemberg ist, erhoffte sich vom Gipfel Schwung, um Krisenlösungen auf europäischer Ebene anzuschieben. "Die Situation ist verfahren, der Milchgipfel in Berlin hat praktisch keine Bewegung gebracht", sagte Schleicher. "Die Verantwortung für die Übermengenproblematik im Milchmarkt alleine auf die Branche zu übertragen ist für uns ein klares Indiz, dass die Marktschieflage ausgesessen werden soll. Wir haben es satt, dass in der Öffentlichkeit das Bild entsteht, die Milchbauern betteln um öffentliches Geld und sind dann nie damit zufrieden", erklärt er.

Die öffentlichen Mittel würden nur unzureichend eingesetzt. "Der Schaden in Höhe von rund sieben Milliarden Euro, der für die Bauern und die ländlichen Räume mittlerweile entstanden ist, kann ohnehin nicht ansatzweise ausgeglichen werden. Umso mehr besteht die Verantwortung, begrenzte öffentliche Mittel sinnvoll einzusetzen", meint Schleicher.

Mit dezentralen Aktionen rund um den Milchgipfel seien sie in den vergangenen Tagen zum wiederholten Male auf die Molkereien zugegangen, um diese zu einer Unterstützung ihrer Forderungen – und der der Länderagrarminister – zu bewegen. Die Bereitschaft einzelner Molkereien dafür muss allerdings noch in den sie vertretenden Verbandsebenen ankommen, so Schleicher weiter. Die Bundesregierung schaue der Destabilisierung und Schwächung der ländlichen Räume schon seit über zwei Jahren zu.

Oberste Priorität müsse die Verbesserung der Liquidität der Betriebe haben. Das sei nur über einen Anstieg des Milchpreises möglich. Da auf Nachfrageseite für die kommenden Monate keine Sprünge nach oben prognostiziert werden, gelte es auf Seite des Angebots die Milchmenge entsprechend zu reduzieren.

Die Agrarminister der Länder haben in ihren Beschlüssen der Frühjahrskonferenz einen Weg vorgegeben: Die Marktbeteiligten sollen die Möglichkeit erhalten, die Milchmenge eigenverantwortlich zu reduzieren. Unterstützt werden soll dies mit staatlichen Bonuszahlungen. Der Bund wurde aufgefordert, die Finanzmittel dafür bereitzustellen oder diese auf EU-Ebene einzuwerben. Auch eine entschädigungslose Mengenreduzierung soll folgen, wenn diese Maßnahmen keine Marktentlastung bringen.

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