Foto: Andrey Kuzmin/AdobeStock

Kindergarten-Planung ist Thema im Gemeinderat. Aufnahmekriterien sollen festgelegt werden.

Niedereschach - Breiten Raum nahm in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Bedarfsplanung der Kinderbetreuungseinrichtungen ein.

Die Gemeindeverwaltung hat mit Unterstützung des unter dem Dach der Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten agierenden Instituts für Qualitätsentwicklung in der Bildung (IQB), die Bedarfsplanung der Kinderbetreuungseinrichtungen erstellt. Marie Breddin sieht die Gemeinde im Bereich der Betreuungseinrichtungen insgesamt gut aufgestellt. Trotzdem sieht Breddin auf einigen Gebieten noch Handlungsbedarf, den sie in ihrem Gesamtfazit aufführte. Ihren Ausführungen war zu entnehmen, dass die Geburtenzahlen über die vergangenen Jahre stabil geblieben sind und nur minimalen Schwankungen unterlagen.

Gleiches gilt für die Plätze für die Kindertagesbetreuung für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Ein Anstieg ist im Bereich der unter Dreijährigen zu verzeichnen. Mit Blick auf die Betreuungszeiten lässt sich konstatieren, dass der Bereich Ganztagesbetreuung (insbesondere im U3-Bereich) derzeit noch nicht die empfohlenen Richtlinien beim Versorgungsgrad erreicht.

Aus den einzelnen Einrichtungen kommen Rückmeldungen, dass sie 2019 an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen werden. Dies ist aufgrund der aktuellen Belegung und der Entwicklung der Geburten derzeit jedoch nicht erkennbar. Möglich ist jedoch, dass Eltern ihr Kind mittlerweile sehr früh in den Einrichtungen anmelden, denn bereits jetzt liegen Anmeldungen für 2020/2021 vor. Zudem melden Familien ihre Kinder auch in verschiedenen Einrichtungen an, um sicher einen Kinderbetreuungsplatz zu erhalten. Dies kann zu Doppelanmeldungen führen. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt Breddin eine zentralisierte Anmeldung.

Des Weiteren sollten in der Gemeinde gemeinsame Aufnahmekriterien festgelegt werden. Hier empfiehlt Breddin eine Entwicklung mit allen Einrichtungen. Mit Blick auf die Betreuung im Ganztagesbereich der Schule lässt sich feststellen, dass die Ganztagesbetreuung in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. Hier sei es dringend notwendig, die entsprechenden Strukturen anzupassen.

Für das weitere Vorgehen sollte laut Breddin eine Maßnahmenplanung für die folgenden Themenbereiche entwickelt werden: Sukzessiver Ausbau der Ganztagesbetreuung im U3-Bereich, Ausbau des Ganztagesbereichs, Vereinheitlichung der Regelungen für die Leitungsfreistellung, Anpassung des Personals bei Einrichtungen in denen sich die Randzeiten verringert haben.

Mit Blick auf die geringere Belegung im Kindergarten Schabenhausen könnte die Herausarbeitung eines Alleinstellungmerkmals für die Einrichtung eine Möglichkeit sein, um die Belegung zu erhöhen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: