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Niedereschach Fünf Jahre Dienst gehen zu Ende

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Viele Gespräche mit Alexander Schleicher (links) prägen die Zusammenkunft nach dem Gottesdienst im Garten. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einem feierlichen Dank- und Abschiedsgottesdienst verabschiedete sich am Sonntag in der katholischen Kirche in Niedereschach der leitende Pfarrer der Seelsorgeeinheit "An der Eschach", Alexander Schleicher, von den Menschen der zur Seelsorgeeinheit gehörenden Kirchengemeinden.

Niedereschach. Der Gottesdienst wurde von der Kirchenband "SempreTU" begleitet. Im Anschluss an den gut besuchten Gottesdienst, der wegen der Vielzahl der Kirchenbesucher, die wegen der "Corona-Abstände" keinen Platz fanden, auch in den unter der Kirche liegenden Katharinensaal und per Live­stream übertragen wurde, nutzten viele Menschen die Einladung zur Begegnung und Gesprächen im an die Kirche angrenzenden Garten des Familienzentrums.

Dort folgten viele Ansprachen, die auf das Wirken Schleichers in den vergangenen Jahren als Leiter der Seelsorgeeinheit eingingen. Die Rednerliste reichte von Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg bis zu Vertretern der Klinikseelsorge, des Teams der Seelesorgeeinheit, der Gemeindeteams, der Band "SempreTu", des KJG, des Pfarrgeemeinderates, Diakon Stefan Fornal und Königsfelds Pfarrer Christoph Huss, der ganz im Sinne der Ökumene sich auch im Namen der übrigen evangelischen Pfarrer von Schleicher verabschiedete und als erinnerungsträchtiges Präsent einen Herrnhuter-Stern überreichte.

Von vielen Seiten wurde Schleicher gedankt und beschenkt. Bei den verschiedenen Ansprachen wurde deutlich, dass Schleicher durchaus seine "Ecken und Kanten" hatte, manchmal sogar recht "stachlig" wirke, jedoch ein weiches Inneres habe.

So erzählte Bürgermeister Martin Ragg mit Blick auf das Friedensengagement von Schleicher und dessen Kampf gegen Kriegswaffen und dessen aktive Beteiligung an Protesten gegen Kriegswaffenhersteller, von so mancher Diskussion mit dem Pfarrer, der durchaus seine Probleme mit dem Niedereschacher Kirchenpatron, dem Heiligen Mauritius, der ja bekanntlich Soldat war oder auch mit dem Heiligen Martin, der wohl sein Schwert nicht nur genutzt habe, um damit einen Mantel zu teilen.

Und als Ragg einst auf der ersten Seite des Gemeindeblattes herzlich zu einer Großveranstaltung mit den Soldaten der Niedereschacher Patenkompanie vor und in der Eschachhalle einlud und daraufhin Pfarrer Schleicher um einen Gesprächstermin bat, fürchtete der Schultes gar, dass es nun zum "Bruch" mit der katholischen Kirchengemeinde kommen könnte.

Doch weit gefehlt: man habe über eine Stunde diskutiert und sich ausgetauscht und habe seither ein wesentlich besseres Verhältnis zueinander gehabt.

Zu den vielen Menschen, die sich im Garten des Familienzentrum ganz persönlich von Schleicher verabschiedeten, gehörte auch der Königsfelder Bürgermeister Fritz Link.

Seitens des Seelsorgeteams und der Gemeindeteams dankte man Schleicher für fünf Jahre seelsorgerischen Herzensengagement, eine lebendige Liturgie, geistliche Begleitung, eine sorgsame Sprache im Gebet und Umgang miteinander und auch für so manche Herausforderung und auch Unversöhntes und Konflikte, an denen man gegenseitig gereift sei.

Diakon Stefan Fornal, sagte vielsagend, dass er von Jugend an in der katholischen Kirchengemeinde engagiert sei. In dieser Zeit habe er fünf Pfarrer kennengelernt und jeder war anders. Mit Pfarrer Schleicher habe er einen Pfarrer kennengelernt, der nochmal anders war als alle anderen, mit dem er jedoch inhaltlich und spirituell auf derselben Wellenlänge gelegen habe und mit dem er sich trotzdem wegen der verschiedenen Arbeitsweise habe zusammenraufen müssen.

Gemeindereferent Michael Käfer nutzte die Anwesenheit so vieler Menschen, um über die bevorstehende Zeit der Vakanz zu informieren.

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