Eschach-Festival: Bürgermeister José Luis Garcia López sticht das Bierfass zur Eröffnung an
Einen fulminanten Start legte am Donnerstagabend das Eschach-Festival hin. Zuvor wurden die Gäste aus Arzúa im Rathaus begrüßt.
Niedereschach. Einen herzlichen Empfang bereiteten die Mitglieder des Niedereschacher Freundeskreises Arzúa und Bürgermeister Martin Ragg, am Donnerstagnachmittag im Sitzungssaal des Rathauses der Delegation aus der spanischen Partnergemeinde mit deren Bürgermeister José Luis Garcia López an der Spitze. Die Freunde aus Arzúa weilen bis zum Sonntag in Niedereschach.
Beim Empfang im Rathaus herrschte auf beiden Seiten große Freude. Teils war es auch Wiedersehensfreude, denn Dank der beiden Freundeskreise in Niedereschach und Arzúa, bestehen viele private Kontakte. Raggs Amtskollege aus Arzúa weilt zum ersten Mal in Niedereschach.
José Luis Garcia López seinerseits freute sich auch über die lebendige Partnerschaft zwischen Niedereschach und Arzúa. Schier aus dem Häuschen gerieten die spanischen Gäste, als vom Glockenspiel des Rathauses aus, die galicische Nationalymne erklang. Lautstark sangen die Gäste dabei mit. Mit einem "Spanischen Abend" beim Eschach-Festival ging es weiter. Dazu trugen die beiden zur Besucherdelegation aus Arzúa gehörenden Musikgruppen "Rondalla Moraima", und "O’Bringuelo" bei. Das schwäbisch-spanische Duo "Dos Mundos" war mit von der Partie.
Besonders freute sich Ragg, dass viele junge Menschen mit nach Niedereschach gekommen sind. Das lasse mit Blick in die Zukunft hoffen, dass die lebendige Städtepartnerschaft noch lange Zeit so erfolgreich wie bisher funktionieren wird und breit aufgestellt bleibt.
Dies sei sicher auch dem Niedereschacher Freundeskreis Arzúa mit seinem Präsidenten Gerd Jerger an der Spitze, sowie dem Freundeskreis Niedereschach in Arzúa zu verdanken. Dass die Partnerschaft auch auf kommunaler Ebene bestens funktioniert, zeigte sich, als Ragg seinem Bürgermeisterkollegen aus Arzúa als bleibende Erinnerung eine aus der Hand des Niedereschacher Künstlers Harald Ritzmann stammende Bleistiftzeichnung mit dem Konterfei von Ragg und Garcia Lopez überreichte.
Noch eine weitere Überraschung hatte Ragg für seinen spanischen Kollegen parat: Garcia Lopez durfte, was in Süddeutschland eine große Ehre sei, den Fassanstich für das Eschach-Festival vornehmen. "Ich bin allerdings nicht geeignet, dafür Tipps zu geben", gestand Ragg, wohl mit Blick auf schon so manchen von ihm verursachten, missglückten und sehr "nassen" Fassanstich. Garcia Lopez hatte zwar auch seine Probleme, doch letztlich meisterte er sein "Fassanstichsdebüt" mit Bravour.
José Luis Garcia López dankte für die gewährte Gastfreundschaft. Vor Jahrzehnten kamen Gastarbeiter aus Arzúa nach Niedereschach. Diese haben die Städtepartnerschaft mit ins Leben gerufen. Und dass diese lebendige Partnerschaft nun auch von den nachfolgenden, jüngeren Generationen gelebt und fortgeführt wird, sei eine großartige Sache und ganz im Sinne des europäischen Gedankens und der Völkerverständigung. Stark gefordert sind derzeit Julia Schunk und Amalia Rebmann. Die beiden sind bei allen offiziellen Anlässen als Dolmetscherinnen und darüber hinaus unermüdlich im Einsatz.
Beim "Spanischen Abend" zum Auftakt des Eschach-Festivals präsentierten sich die teilnehmenden Vereine spanisch. So bot der Gesangverein "Eintracht" als kulinarischen Höhepunkt die traditionelle spanische Paella und Sangria an.
Der Freundeskreis Arzúa lockte an seinem Weinstand mit heimischen Tröpfchen und insbesondere dem fruchtig-beerigen Tempranillo und einem vollmundigen Rosado. Weiter aktiv beteiligt waren die Twirling-Tanz-Sport-Gruppe (TTSG), die Narrenzunft, der Trachtenverein "Reckhölderle", die Landfrauen, der Tennisclub und die Lehr-Hexen. Am späten Abend kam dann noch die imposante Illumination des Schlietsees hinzu.