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Niedereschach Es knirscht hinter den Kulissen

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Deutliche Worte kamen bei der Jahreshauptversammlung von Jürgen Seemann. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Dass es hinter den Kulissen der Gesamtwehr Niedereschach teilweise ordentlich geknirscht hat, wurde spätestens bei den Ausführungen des nicht mehr kandidierenden Gesamtkommandanten Jürgen Seemann bei der Jahreshauptversammlung deutlich.

Niedereschach. Die Jahreshauptversammlung der Gesamtwehr Niedereschach, bestehend aus den Abteilungen Niedereschach und Fischbach und der Löschgruppe Kappel, war in diesem Jahr mit Neuwahlen verbunden. Doch der bisherige Gesamtkommandant Jürgen Seemann ließ sich nicht mehr zur Wiederwahl aufstellen.

Der Hauptgrund, warum sich der frustriert wirkende Seemann nicht mehr zur Wiederwahl stellte, war nach seinen Worten die Generalversammlung der Jugendfeuerwehr Niedereschach vom März 2019, als sich der bereits zurückgetretene Jugendleiter Thomas Tuchel, entgegen aller Absprachen, gegen den von Kommandant Seemann vorgeschlagenen Kandidaten erneut zur Wiederwahl aufstellen ließ und dann sogar gewählt wurde. In der Folge drohten alle Jugendleiter an, deswegen zurückzutreten.

Er habe sich damals, von der Entwicklung komplett überrascht, hinters Licht geführt gefühlt, so begründete er in der Versammlung seine Beweggründe. Und da er aus seiner Sicht auch in den anschließenden Diskussionen in der Sache wenig Unterstützung auch seitens der Verantwortlichen der Gemeinde erhalten habe, habe er schon damals angekündigt, daraus für sich seine persönlichen Konsequenzen zu ziehen.

Leitspruch trifft nicht zu

Unzählige Sitzungen hätten stattgefunden, doch verschiedene Feuerwehrkameraden haben sich nach Einschätzung Seemanns einfach nicht an Abmachungen gehalten. Der Leitspruch der Feuerwehr "Einer für alle, alle für Einen" treffe momentan nicht zu. Seemann hofft, dass dies bald wieder der Fall sein wird.

Er erinnerte daran, dass er im Jahr 2015 sich nur deshalb zum Gesamtkommandanten habe wählen lassen, weil sich kein anderer Bewerber gefunden habe. "Niemand wollte das Amt übernehmen", so Seemann. Als Kommandant der Abteilung Fischbach mit der Löschgruppe Kappel, der er weiterhin vorsteht, habe er mit der Wahl zum Gesamtkommandanten zusätzlich zum Dienst als Abteilungskommandant eine große auch zeitliche Herausforderung angenommen. Er habe damals sogar eine gewisse "Aufbruchstimmung" verspürt.

Ziel sei gewesen, die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen zu vernetzen und zu verbessern. Man sei anfangs auf einem guten Weg gewesen. So habe man wichtige Anschaffungen tätigen können, wozu im Jahr 2016 gleich drei neue Feuerwehrfahrzeuge zählten. Zudem habe man eine Schlauchwerkstatt einrichten können.

Es seien aber auch schwierige Entscheidungen zu treffen gewesen. Dabei erinnerte Seemann an die Auflösung der Feuerwehrabteilung Schabenhausen und die Umwandlung der Feuerwehrabteilung Kappel in eine Löschgruppe, da diese keinen Kommandanten mehr finden konnte. Man habe dies alles bewältigen können. "Letztlich hat ein kleiner Teil das ganze System durcheinander gebracht", bedauerte Seemann, der es jedoch auch nicht versäumen wollte, allen bis hin zur Kreisführung zu danken, die ihn in den vergangenen fünf Jahren in seiner Funktion als Gesamtkommandant unterstützt haben. Denn ganz schlecht sei nun wirklich nicht alles gewesen.

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