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Niedereschach Es beginnt eine Zeit der Einschränkungen

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Weil das Brechen der Hostie eine lange Tradition hat in manchen Gemeinden, wird darauf Rücksicht genommen. Foto: Armer Foto: Schwarzwälder Bote

Niedereschach (alb). In einem offenen Brief hat sich nun Dekan Josef Fischer an die Mitglieder der neun Pfarreien in der Seelsorgeeinheit (SE) "An der Eschach" gewandt. Fischer ist seit dem 15. September als Pfarradministrator und damit als Verwalter für die Zeit der unbesetzten Pfarrerstelle für die neun Pfarreien der SE zuständig. "Damit trage ich gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat und dem Stiftungsrat Verantwortung für ihre Kirchengemeinde", so Fischer eingangs. Die Verantwortung, die er für die Pfarreien trage, werde vor allem eine Verantwortung in der Verwaltung und der Organisation sein. Durch seine Arbeit als Dekan und als Leiter der Seelsorgeeinheit Villingen sei es ihm nicht möglich, auch nur annähernd jene Aufgaben wahrzunehmen, die einem ernannten Pfarrer zukommen. Deshalb würden zahlreiche Bereiche an ehrenamtliche Mitarbeiter, Räte, Sekretärinnen, die Diakone Christian Müller-Heidt und Stefan Fornal, den Gemeindereferenten Michael Käfer und an Vikar Frederik Reith delegiert.

Vikar Frederik Reith sei ihm als Priester der SE-Villingen zugeordnet, doch werde dessen Arbeit ganz überwiegend in den Pfarreien der SE "An der Eschach" sein. Er wohne jedoch nicht im Bereich der zur SE "An der Eschach" gehörenden Kirchengemeinden, sondern im Pfarrhaus von St. Bruder Klaus.

Klar sei: ohne Einschränkungen geht es in den nächsten Monaten nicht. "Bedenken Sie bitte, dass die beiden Kirchengemeinden An der Eschach und Villingen gegenüber Februar 2020 jetzt im September 2020 zwei aktive Priester weniger haben", bat Fischer um Verständnis. Gegangen seien Pfarrer Alexander Schleicher und Vikar Adalbert Mutuyisugi, und Pfarrer Ewald Beha sei erkrankt. Hinzu gekommen sei Vikar Frederik Reith. "Wir stehen vor einer Zeit der Einschränkungen." Wenn Bereitschaft mitgebracht werde, könne man gemeinsam die kommende Zeit zu einer Zeit des Lernens machen und auch zu einer Zeit der Erfahrung, dass dann, wenn viele bereit seien Verantwortung zu tragen, auch in einer kargen Zeit Gemeinde lebendig bleiben könne, ja vielleicht sogar neu lebendig werde.

Trotzdem werde es Änderungen geben. Am auffälligsten werde dies bei den Eucharistiefeiern. Dies betreffe nicht nur den neuen Gottesdienstplan, der für einen Priester ausgelegt sei und deshalb mit zahlreichen Wortgottesfeiern aufgestellt wurde, sondern auch die Feier der Eucharistie selbst. Vikar Reith und er würden sich stärker an den Rahmen der vorgegebenen Richtlinien halten. "Wir werden, so wie es den jeweiligen Kirchengebäuden entspricht, mit den Ministranten und Ministrantinnen im Chorraum sitzen und wir werden dafür Sorge tragen, dass die Richtlinien zu Covid 19 beachtet werden." Bei der Austeilung der Kommunion werde man die jeweils ältere Tradition berücksichtigen. In Dauchingen, Niedereschach und Fischbach, wo das Brechen der großen Hostie eine längere und vertiefte Tradition habe, werde dies beibehalten. Allerdings werden die großen Hostien vor dem Gottesdienst mit desinfizierten Händen in der Sakristei gebrochen und liegen mit einem Tuch zugedeckt auf dem Altar.

Um die Erstkommunion 2021 kümmert sich ein Team, das sich bereits gebildet habe. Gemeindereferent Michael Käfer kümmere sich mit den Sekretärinnen unter anderem um die Firmung. Die Diakone seien zuständig für Hochzeiten und Taufen. Christian Müller-Heidt, Stefan Fornal, Michael Käfer, Adolf Schwab und Frederik Reith seien für Beerdigungen eingeteilt. Sonstige priesterliche Dienste werden von Vikar Reith, dem Dekan oder auch von Vikar Daniel Johann übernommen.

Das alles bedeute nun aber nicht, dass es einfach ein Zurück zu Früher geben könne. "Früher ist vorbei und wird es nicht mehr geben", so Fischer.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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