Idyllisch und doch in unmittelbarer Nähe zum Ortskern mit seinen vielen Einkaufsmöglichkeiten gelegen, hat sich die Umsetzung eines fünften Bauabschnittes im Eschachpark als "Volltreffer" erwiesen.Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Senioren: Anlage für Betreutes Wohnen ist in das bestehende Konzept des Seniorenzentrums eingebunden

Im Betreuten Wohnen leben die Senioren eigenständig und versorgen sich weitgehend selbst. Trotzdem ist es jederzeit möglich, pflegerische und hauswirtschaftliche Dienste je nach Bedarf in Anspruch zu nehmen.

 

Niedereschach. In direkter Nachbarschaft zum Seniorenzentrum "Eschachpark" mit Betreutem Wohnen und Pflegehaus entstand 2018/2019 am gegenüberliegenden Ufer der Eschach mitten im Ortskern in einem fünften Bauabschnitt eine weitere Seniorenwohnanlage für Betreutes Wohnen. Die Anlage wurde in das bestehende Konzept des Seniorenzentrums eingebunden. Schon seit einem Jahr sind alle Wohnung bewohnt. Durch die seniorengerechte Bauweise und das Betreuungskonzept sollen die Bewohner die Möglichkeit haben, bis ins hohe Alter in der eigenen Wohnung zu bleiben und sich selbst zu versorgen.

In bewährter Weise hat der Caritasverband für den Schwarzwald-Baar-Kreis den Betreuungsservice auch in der neuen Seniorenwohnanlage übernommen und steht auch bei eventuell auftretender Pflegebedürftigkeit als Ansprechpartner bereit. Jeder Bewohner lebt eigenständig in der eigenen Wohnung und versorgt sich weitgehend selbst. Ziel ist es, die Eigenständigkeit bis ins hohe Alter zu bewahren.

Herzstück des Betreuten Wohnens ist der Grundservice. Er besteht aus der Bereitstellung von Betreuungspersonal zur Beratung in Fragen des täglichen Lebens, Unterstützung bei der Feststellung des Versorgungsbedarfs, Hilfestellung gegenüber Behörden und Sozialleistungsträgern. Diesen Service vermittelt der Caritasverband bedarfsgerecht für jeden Bewohner. Außerdem beinhaltet der Grundservice die Anregung zur aktiven Lebensgestaltung sowie das Fördern von Kontakten auch außerhalb der Wohnanlage, was aktuell mit Blick auf die Corona-Krise allerdings nur bedingt möglich ist.

Dazu zählt im Normalfall das Angebot von Gemeinschaftsveranstaltungen nach den Bedürfnissen der Bewohner in Zusammenarbeit mit den bestehenden Angeboten in der Gemeinde und den Kirchengemeinden. Der Grundservice umfasst die Beratung sowie die Organisation und Vermittlung der vom Bewohner gewünschten Leistungen. Die Grundservicepauschale wird monatlich fällig, unabhängig davon, ob ein Bewohner die Angebote nutzt oder nicht.

Anders ist dies beim Wahlservice. Dazu gehören unter anderem pflegerische und hauswirtschaftliche Dienste, die Essensversorgung, Wäscheservice sowie Begleit- und Fahrdienste. Diesen Service rechnet der Leistungserbringer mit dem Bewohner oder aber, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen, direkt mit der Pflegeversicherung ab. Bei ärztlich verordneten Leistungen werden die Kosten direkt mit der Krankenkasse abgerechnet, und auch da gibt es Unterstützung.

Der Einzug in eine Wohnung des Betreuten Wohnens ist vertraglich ab einem Alter von 60 Jahren oder einem Behinderungsgrad ab 50 Prozent möglich. So ist abgesichert, dass die Wohnanlage auf Dauer für Senioren oder behinderte Menschen zur Verfügung steht. Wollen Bewohner des Betreuten Wohnens wegen auftretender Pflegebedürftigkeit in ein Pflegehaus wechseln, werden sie im angrenzenden und ebenfalls von der Caritas betriebenen Pflegehaus am Eschachpark bevorzugt aufgenommen.