Im Beisein der beiden Firmenchefs, Barbara Burkhardt-Ganter, Bürgermeister Martin Ragg und Otto Sieber informierte sich Karl Rombach, der auf einem Bild auch mit der "Easy Maske" zu sehen ist, vor Ort über den Stand der Dinge. Foto: Bantle

Unternehmen druckt Masken. Filter schnell wechselbar. Zertifizierung fehlt noch.

Niedereschach - Die fehlenden Schutzmasken für viele Menschen in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen, treiben den CDU-Landtagsabgeordneten Karl Rombach nach wie vor um und lassen ihn nicht ruhen. Deshalb kam er nach Niedereschach, um sich vor Ort in den Räumen der Firma Stern 3D ein Bild von der dort angelaufenen Massenproduktion zu verschaffen.

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"Für den Schutz der breiten Bevölkerung können einfache Masken hilfreich sein. Die Maske der Firma Stern 3D GmbH ist hervorragend, um vielen Menschen ein Mittel zu Vermeidung von Tröpfcheninfektionen zugänglich zu machen", so Rombach.

Zertifizierung fehlt noch

Die Firma fertigt per 3-D-Druck bislang noch nicht zertifizierte, wiederverwendbare Masken, in die ein Filter eingelegt werden kann. Von Niedereschachs früherem Bürgermeister Otto Sieber angesprochen, hat sich Rombach an das Sozialministerium Baden-Württemberg gewandt. Zwischenzeitlich ist eine vom Ministerium gebildete "Task Force", die sich um alle Fragen rund um die Schutzausrüstung und den Zertifizierungsprozess kümmert, mit dem Thema befasst. Die Firmenchefs Lothar und Philipp Stern sowie die beruflich im medizinischen Bereich tätige Niedereschacherin Barbara Burkhardt-Ganter haben sich gleich zu Beginn der Coronakrise mit der Angelegenheit beschäftigt, sich eine schnell herstellbare Hilfe überlegt und eine Schutzmaske mit dem Namen "Easy Maske" entwickelt, der nun noch die Zertifizierung fehlt.

Die Schutzmaske

Die hochwerte Maske wird beschrieben als Mund- und Nasenschutz, die einen einfachen, effizienten Schutz zur Vermeidung von Tröpfcheninfektion für die breite Bevölkerung bietet. Die Maske wird in einem neuen 3-D-Druckverfahren hergestellt. Das Produkt, aus dem die Maske gedruckt wird, sei zu 100 Prozent nachhaltig. Es werde aus einem biogenen Material, welches aus der Rizinus-Pflanze hergestellt wird, produziert. Die Maske sei langlebig.

Der Vorteil sei, dass sie einen Filter habe, der in Sekundenschnelle austauschbar ist und zwar mit Materialien, zu denen jeder Bürger leicht Zugriff hat, wie zum Beispiel Papiertaschentuch, Kaffeefilter oder auch professionelle Filterstoffe. Die Atemschutzmaske gibt es in drei Größen, nämlich für Kinder, in Normalgröße und in Large. Die Maske könne ohne Probleme immer wieder desinfiziert werden und der Filterstoff könne ständig ausgetauscht werden, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Noch in dieser Woche trifft sich Rombach mit Landrat Sven Hinterseh, um mit ihm unter Einbeziehung des Gesundheitsamtes das Thema zu besprechen, natürlich mit dem Ziel, den Engpass bei den Masken durch das Produkt aus Niedereschach mindern zu können.

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