Franz Josef Kuhn als international anerkannter Solarexperte erklärt den bolivianischen Delegationsteilnehmern die Besonderheiten der Anlage Solarpark Fischbach. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder-Bote

Austausch: Vize-Energieminister schaut sich Kraftwerk an

Niedereschach-Fischbach (alb). Eine bolivianische Wirtschaftsdelegation unter Leitung des Vize-Energieministers Luis Alberto Echazu sowie des bolivianischen Botschafters in Berlin, Jorge Cardenas, besuchte kürzlich den Solarpark in Fischbach.

Im Rahmen der geplanten bolivianisch-deutschen Energie- und Mobilitätsinitiative wollte man sich vor Ort ein laufendes Projekt zum Thema Solarkraftwerk anschauen und sich die Besonderheiten und Erfahrungen darlegen lassen.

Bolivien verfügt mit über zehn Millionen Tonnen über die größten Lithium-Vorkommen der Welt. Lithium ist der Schlüsselrohstoff für die Herstellung von Batteriespeichersystemen, welche die Voraussetzung für die weitere erfolgreiche Umsetzung der Energiewende sowie den Aufbau einer Verkehrsinfrastruktur auf Basis der E-Mobilität darstellen.

Ein Konsortium mit Indu­striepartnern aus Bolivien und Peru unter deutscher Leitung – in dem auch Unternehmen aus der hiesigen Region eine bedeutende Rolle spielen – befindet sich im Rahmen einer von Bolivien laufenden Ausschreibung bezüglich der Gewinnung und Produktion von Lithium in Bolivien.

Das geplante Projekt mit einer Laufzeit von mehreren Jahren wird unterstützt von den wichtigsten deutschen Industriefirmen, den entsprechenden Verbänden und Forschungseinrichtungen sowie den dafür zuständigen Regierungseinrichtungen. So reiste die Delegation im Anschluss an den Besuch des Solarparks Fischbach weiter zu Empfängen im baden-württembergischen Innenministerium in Stuttgart, dem Wirtschaftsministerium des Landes Thüringen in Erfurt und abschließend zu einem Empfang in der bolivianischen Botschaft in Berlin.

An den Empfängen nahmen Vertreter der im Projekt eingebundenen Unternehmen, Verbände, Forschungseinrichtungen sowie aus den Ministerien der Landes- und Bundesregierung teil. Sie unterstützen die Bedeutung der geplanten Initiative – ausgehend vom Rohstoff Lithium – vor allen Dingen für die deutsche Wirtschaft und Bevölkerung mit Blick auf eine nachhaltig erfolgreiche Umsetzung der Energiewende und den Aufbau einer auf E-Mobilität basierenden Verkehrsinfrastruktur.

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