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Niedereschach Bei der Jugendfeuerwehr kracht es

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Bei der Jugendfeuerwehr in Niedereschach kracht es. Foto: Rensinghoff

Niedereschach - Einen unerwartet chaotischen Verlauf nahm am Freitag die Generalversammlung Jugendfeuerwehr Niedereschach in der Schlierbachhalle. Grund dafür war der frühere Jugendleiter, Thomas Tuchel, der im vergangenen Jahr mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 von diesem Amt zurückgetreten war.

Feuerwehrintern hatte man nach dem Rücktritt Tuchels die Weichen in der Leitung der Jugendfeuerwehr neu gestellt, einige junge Mitglieder auf den Gruppenleiterlehrgang geschickt und mit Manuel Bühler auch einen neuen Jugendwart gefunden, der das Amt von Tuchel kommissarisch übernahm und am Freitagabend unter der Wahlleitung von Gesamtkommandant Jürgen Seemann offiziell als Jugendwart gewählt werden sollte. Mit Blick auf die vorangegangenen Berichte von Bühler und Schriftführer Jonathan Hanisch, schienen die darauf folgenden Neuwahlen eine reine Formsache zu sein. Seemann schlug Manuel Bühler vor, worauf aus den Reihen der anwesenden und wahlberechtigten 34 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die aktuell insgesamt 44 Mitglieder zählt und damit zahlenmäßig, laut Seemann, die größte Jugendwehr im Schwarzwald-Baar-Kreis ist, Thomas Tuchel vorgeschlagen wurde.

Tuchel erklärte daraufhin zur großen Überraschung vieler Anwesender, dass er sich zur Wahl stelle und im Falle seiner Wahl diese auch annehmen werde. In geheimer Wahl setzte er sich dabei mit deutlicher Mehrheit gegen Bühler durch. Daraufhin erklärte der stellvertretende Jugendwart, Johannes Berroth, dass er sich unter diesen Umständen nicht mehr zur Wiederwahl stelle und mit dem Jugendgruppenleiter Maik Schiebeck erklärte ein weiteres Mitglied aus der Führungsetage der Jugendwehr, dass auch er nicht mehr für die Jugendarbeit in der Jugendwehr zur Verfügung stehe.

An dieser Stelle bat Bürgermeister Martin Ragg ums Wort. Er wies darauf hin, dass man soeben eine spannende Situation erlebt habe und es anders gekommen sei als erwartet. Anhand der verschiedenen Reaktionen appellierte Ragg, "nicht schnell zu schießen", zunächst einmal innezuhalten und die neue Situation in Ruhe zu besprechen. Die ganze Situation erinnere ihn an eine frühere Wahl zum Klassensprecher, an welcher er beteiligt war und nach der er sehr enttäuscht war, dass es nicht geklappt habe. "Ein oder zwei Tage später, sieht man das ganz anders", so der Schultes. Danach versuchte Ragg, den Blick auf das Positive zu lenken und war voll des Lobes über die geleistete Arbeit und das in vielerlei Hinsicht großartige Engagement der Mitglieder der Jugendwehr.

Einflussnahme durch Tuchel im Vorfeld?

Dass die Spannungen innerhalb der Jugendwehr sich in erster Linie auf die Führungsebene der Jugendwehr beziehen, zeigte sich nach der Versammlung. Als Thomas Tuchel von unserem Mitarbeiter befragt wurde, weshalb er nach dem Rücktritt vor wenigen Monaten, sich nun doch wieder zum Jugendwart und damit zum Chef der Jugendfeuerwehr habe wählen lassen. Sein Rücktritt sei eine "Kurzschlusshandlung" gewesen, nachdem es zu großen Spannungen zwischen ihm und seinen Jugendleitern gekommen sei. Er stehe nun deshalb wieder zur Verfügung, weil er aus den Reihen der Kinder und Jugendlichen der Jugendwehr dazu gedrängt worden sei, wieder als Jugendwart zurückzukehren. Wie einen Tag später aus sicherer Quelle zu erfahren war, sollen zwischenzeitlich alle Jugendgruppenleiter, die hierfür auch ausgebildet wurden, erklärt haben, unter Tuchel als Jugendwart künftig nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Auch soll Tuchel im Vorfeld der Versammlung mit Teilen der jungen Mitglieder der Jugendwehr Kontakt aufgenommen und sie beeinflusst haben, ihn vorzuschlagen und zu wählen.

Gesamtkommandant Seemann schließt Konsequenzen nicht aus

Der von der Entwicklung völlig überraschte Gesamtkommandant Jürgen Seemann wirkte nicht nur während der Versammlung, sondern auch noch zwei Tage später, am gestrigen Sonntag, überaus frustriert. Es gebe in vielerlei Hinsicht dringenden Klärungsbedarf und er behalte es sich vor, dann auch für sich seine ganz persönlichen Kosequenzen zu ziehen. Man müsse intern die Lage besprechen, Lösungen suchen und Entscheidungen treffen.

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