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Aus für Laden und Café "Säge" in Kappel von Corona-Pandemie eingeholt

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Katrin (links) und Tajana Werner geben zum Jahresende wegen der Corona-Pandemie ihren Laden in der "Säge" auf. Foto: Heinig

Tajana und Katrin Werner müssen das beliebte Frühstückscafé samt dem Laden in Kappel schließen. Wie es trotz Corona in der Säge weiter geht, erfahren Sie in unserem (SB+) Artikel.

Niedereschach-Kappel - Tajana und Katrin Werner sind den Tränen nahe. Die Schwägerinnen betrieben seit gut drei Jahren sehr erfolgreich die "Säge" in Kappel, doch jetzt holt sie die Corona-Pandemie ein: den Laden mit Bistro, eine von vier Säulen des Gesamtprojektes, müssen sie zum Ende des Jahren schließen.

Laden und Café waren ihre "Babys"

"Ich weiß nicht, ob ich eher wütend oder verzweifelt sein soll". Tajana Werner hat den Laden für ausgefallene Dekorationen, Kleidung und Spielzeug, in dem gerade der Ausverkauf mit erheblichen Preisreduzierungen stattfindet, selbst gestaltet und dabei Eindrücke ihrer österreichischen Heimat einfließen lassen. Der Laden und das Café waren aber auch Katrin Werners "Babys", hierin hat hauptsächlich sie gearbeitet.

Beiden Frauen blutet das Herz, denn der Zuspruch ihrer Kundschaft war ihnen in den vergangenen Jahren gewiss und zeigte, "dass wir hier wirklich etwas Besonderes geschaffen haben". Besonders ist auch der große Rest des historischen Gebäudes, das die Familie Werner – dazu gehören noch die Ehemänner, die Zwillingsbrüder Michael und Alexander mit der gleichnamigen Wohnbaufirma in Niedereschach – 2017 mit großem Einsatz grundsaniert und in ein Restaurant, die Tagungs- und Veranstaltungsstätte "Löwensaal" und in Gästezimmer umgewandelt hatte.

"Wir haben persönliche Dramen miterlebt"

Alle Angebote wurden "besser angenommen, als wir erwartet haben", sagt Tajana Werner. Doch dann kam Corona. Mitte März mussten die Werners komplett schließen und die 25 festangestellten Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, noch einmal so vielen Aushilfen brach das Einkommen komplett weg. Auch über den Sommer konnten trotz Lockerungen bei weitem nicht alle schon lange gebuchten Hochzeiten, Geburtstagsfeste, Seminare, Kommunionen und Konfirmationen stattfinden. "Wir haben persönliche Dramen miterlebt", sagt Katrin Werner. Rund 40 Veranstaltungen wurden auf 2021 verschoben, bis dato auf Messen schon neu akquirierten Kunden deshalb teilweise wieder abgesagt.

Um jetzt vor allem dieses Standbein zu ertüchtigen und für mehr Veranstaltungsfläche sorgen zu können, müssen der Laden und das beliebte Frühstückscafé daran glauben. Ab Januar werde der bereits genehmigte Umbau angegangen, verrät Tajana Werner. Entstehen soll ein kleinerer Veranstaltungsraum für Gesellschaften, denen der Löwensaal mit den rund 120 Plätzen zu groß ist. Dazu müssen Büroräume verlegt und die Küche neu gebaut werden. "Wir mussten eine Entscheidung fällen, um uns für eine ungewisse Zukunft zu rüsten", sagen die Schwägerinnen.

Sie tun alles, damit die "Säge" überlebt

Tajana und Katrin Werner hadern schon etwas mit den politischen Entscheidungen für die Gastronomie und vermissen einen langfristigen Plan in der Pandemie. "Vergessen wird, was alles an unserem Shutdown hängt. Unsere Mitarbeiter können nicht ewig von nur 60 Prozent ihres Einkommens leben. Und die Bauern in unserer Umgebung werden ihr Fleisch nicht los", gibt Tajana Werner zwei Beispiele. Mahlzeiten zum Mitnehmen anzubieten, rentiert sich für sie nicht.

Trotz aller Sorgen schauen die beiden Frauen aber optimistisch nach vorne und werden, so versprechen sie, alles tun, damit die "Säge" überlebt. "Das sind wir unseren Gästen und Besuchern schuldig, die uns die Treue halten".

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