HBW-Kapitän Jona Schoch nimmt Maß – mit elf Treffern war der Rückraumspieler der beste Schütze der Partie in Berlin. Foto: Eibner Foto: Schwarzwälder Bote

Trotz Rückenwinds nach dem Sieg gegen Wetzlar und trotz erzielter 30 Tore hat der HBW in der Handball-Bundesliga in Berlin verloren, liegt aber dennoch weiter drei Punkte vor einem Abstiegsplatz.

Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat am Samstag die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt verpasst. Das Team von Trainer Jens Bürkle unterlag bei den Füchsen Berlin mit 30:36 (15:19).

Dem HBW ist es am Samstag in der Berliner Max-Schmeling-Halle nicht gelungen, den Lauf der Füchse zu stoppen. Am drittletzten Spieltag der Saison fehlten dem Team von Trainer Jens Bürkle in der Deckung die entscheidenden Alternativen. Denn die beiden angeschlagenen Stamm-Kreisläufer Fabian Wiederstein und Kristian Beciri mussten passen.

Und dennoch haben die Schwaben weiterhin drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, weil die Eulen Ludwigshafen am Sonntag im Heimspiel gegen Tabellenführer und Rekordmeister THW Kiel zwar knapp 40 Minuten gut mitmischten, am Ende aber saftig mit 20:29 (10:13) unterlagen.

Zu Beginn ordentlich Paroli geboten

In der Anfangsphase bot der HBW den Füchsen, die mit dem Sieg den Einzug ins internationale Geschäft endgültig perfekt machten, ordentlich Paroli, hielt bis zu Jona Schochs 5:5 (8. Minute) noch Schritt – der Kapitän der Gäste netzte insgesamt satte elfmal ein. Dann aber setzte sich der Favorit mit einem 4:0-Lauf ab, den Berlins Keeper Dejan Milsoavljev mit einem Treffer ins verwaiste Balinger Tor mit dem 9:5 abschloss. Noch hielt das Bürkle-Team den Rückstand konstant, verkürzte durch Moritz Strosack in der 20. Minute auf 10:13. Zur Pause aber führten die Füchse 19:15.

Die Hausherren hatten die Partie nun im Griff. Zwar blieb der HBW bis zu Tobias Heinzelmanns 22:25 (39.) noch einigermaßen dran, es hatte aber nie den Anschein, als könnten die Schwaben für eine Überraschung sorgen. Als Hans Lindberg per Konter das 32:25 für die Berliner erzielt hatte, war die Entscheidung 13 Minuten vor den Schluss-Sirene gefallen. Am Ende feierten die Gastgeber einen ungefährdeten 36:30-Erfolg, der den HBW aber nicht aus der Bahn werfen dürfte. "Wir haben unsere Abwehr nie so richtig in den Griff bekommen. Wir wollten es am Anfang offensiv lösen und haben viele Tore über den Kreis bekommen. Wir konnten den Angriff von Berlin mit den vielen starken 1:1-Spielern nie so richtig stellen", so HBW-Kapitän Schoch. Dennoch – 30 Tore im Angriff sind bei einem Gegner wie Berlin nicht zu verachten.

Bereits am Mittwoch steht für das Bürkle-Team das wohl entscheidende Spiel um den Ligaverbleib gegen Hannover-Burgdorf auf dem Programm (19 Uhr, Sparkassen-Arena). Im Falle eines Erfolges könnte der HBW die Korken knallen lassen.

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