Zum wiederholten Male bleibt die aktive Fanszene des SC Freiburg einem Auswärtsspiel in Leipzig fern. Die ersten Proteste gab es schon vor zehn Jahren.
Wenn der SC Freiburg am Mittwochabend (20.30 Uhr/Sky) in der Bundesliga bei RB Leipzig antritt, fehlt neben dem verletzten Innenverteidiger Philipp Lienhart auch die organisierte Fanszene im Leipziger Stadion.
Dieser Boykott ist nicht neu, bereits mehrfach fuhr die organisierte Fanszene der Freiburger in der Vergangenheit nicht mit nach Leipzig. Grund dafür ist die Kritik der Fans am Red Bull-„Konstrukt“.
Denn RB Leipzig wird bekanntlich vom österreichischen Getränkehersteller finanziert, das Spiel am Mittwochabend findet in der „Red Bull Arena“ statt. Die aktive Fanszene des SC Freiburg ist strikt gegen diese Kommerzialisierung und machte darauf bei Heimspielen gegen RB auch mit Spruchbändern aufmerksam.
Schon 2016 gab’s Kritik von der Fanszene
Bereits vor dem allerersten Heimspiel der Freiburg gegen Leipzig im März 2016 – damals noch in der zweiten Liga – kritisierte man die „geschickte Umgehung“ der 50+1-Regel. Freiburg gewann am 7. März 2016 mit 2:1 und am Ende der Saison stiegen beide Teams in die 1. Bundesliga auf, in der sie bis heute spielen und zweimal pro Jahr aufeinander treffen.
Auch in der vergangenen Jahren boykottierte die aktive Fanszene des Sport-Clubs regelmäßig die Auswärtsspiele bei RB Leipzig. 2023 etwa ging die aktive Fanszene stattdessen ins Dreisamstadion, um die zweite Mannschaft im Drittliga-Spiel gegen den SC Preußen Münster zu unterstützen.
Zwei DFB-Pokal-Duelle als sportliche Höhepunkte
Sportlich gesehen, gab es in den vergangenen Jahren gleich zwei Duelle zwischen den Freiburgern und den Sachsen, die in Erinnerung geblieben sind. Im Jahr 2022 trafen die beiden Teams im DFB-Pokalfinale aufeinander, ein Jahr später standen sich beide im Halbfinale gegenüber. Beide Male gewann RB Leipzig sowohl das Spiel als auch den DFB-Pokal.