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Nicht so derb Geschwanzen im Städtle

Von
Geschwanzen auf der Königstraße Foto: Franziska Kraufmann

Schwäbisch ist komisch, derb und für Nordlichter schwer verständlich - und das bisweilen alles zusammen. Auf die westfälische Mundart trifft dies freilich genauso zu. Was nicht heißt, dass Begegnungen zwischen einem Stuttgarter und einem Dortmunder automatisch reibungslos verlaufen. Barbara Erbe war jedenfalls ziemlich verdaddelt, als sie ihre Freundin Sylvia Hauck das erste Mal im Schwäbischen besuchte. "Komm, lass uns nach Stuttgart geschwanzen gehen", schlug Schwäbin Hauck der Westfälin Erbe vor. "Bitte was?" Der Besuch verstand nur den in allen deutschen Dialekten unmissverständlichen zweiten Teil des Kompositums. Und machte sich ihren entsprechenden Reim drauf . . .

Unsere heutige Leserin musste laut lachen und kann auch heute noch drüber schmunzeln. "Nicht, was du denkst", klärte sie ihre Freundin auf. Auch wenn sie die genaue Bedeutung und Herkunft von "geschwanzen" nicht kannte, wusste sie doch, es frei mit "bummeln, shoppen gehen" zu übersetzen.

Spannende Biografien. Wen kennen Sie? Schreiben Sie uns: Zentralredaktion, Postfach 104452, 70039 Stuttgart, Stichwort: Schwäbisch; land@stn.zgs.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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