Blich in die Synagoge Hechingen, wo der Vortrag ursprünglich hätte stattfinden sollen. Foto: Archiv

Der Synagogen-Verein hatte grundsätzliche Bedenken, dass ein Mitglied der AfD seine historischen Forschungen in der ehemaligen Synagoge vorstellt. Nun gibt es für den Vortrag einen neuen Ort.

Der ursprünglich in der Synagoge geplante Vortrag von Harald Schetter über die Höhlenforschungen, die eine Leidenschaft des letzten Hechinger Rabbinatsverweser Leon Schmalzbach (1882 – 1942) war, findet nun am Donnerstag, 7. November, von 20 Uhr an im Konstantinsaal der Stadthalle Museum in Hechingen statt.

 

Inhaltlich gibt es keine Bedenken gegen das Thema

Der ursprüngliche Vortragstermin in der Synagoge war vom Vorstand des für diese Gebäude zuständigen Gedenkstättenvereins abgesagt worden, da der Referent öffentlich aktiv als Anhänger der AfD auftritt. Die AfD aber stelle sich öffentlich gegen die Arbeiten der Gedenkstätten, in denen an die Massenmorde an Juden während der Nazi-Diktatur erinnert wird. Damit müsse ein anderer Ort für diese Veranstaltung gefunden werden, auch wenn es zum Inhalt des Vortrags keine Bedenken gibt.

Schmalzbach erkundete die Höhlen in der Region

Nun findet der Vortrag im Konstantinsaal der Stadthalle statt. Harald Schetter geht dort zunächst auf die Judenverfolgung auch in Hechingen ein, in deren Folge auch Schmalzbach grausam ermordert wurde. Dann widmet er sich den Jahren um 1912, in denen Schmalzbach aus privater Leidenschaft voller Forscherdrang und Abenteuerlust Höhlen der Region erkundet hat.