Feuerwehrleute und Spender: Sie geben ihr Blut und ihre Zeit für andere, riskieren, was die Feuerwehrmänner angeht, oftmals ihr Leben. Für die Stadt Burladingen ein Grund, die Männer und Frauen in einer Gala zu ehren. Foto: Matthias Badura

Die erste gemeinsame Ehrung von Blutspendern und Feuerwehrleuten in der Stadthalle Burladingen verlief stimmungsvoll. Etwas enttäuschend: Die Teilnahme.

In Burladingen findet die Ehrung von Blutspendern seit mehreren Jahren im Rahmen einer „Gala“ in der Stadthalle statt – mit Musikbegleitung und Stehempfang.

 

Neu in diesem Jahr: Auch Feuerwehrleute, die seit Jahrzehnten Dienst tun und Vorbildliches geleistet haben, wurden in diesem Rahmen geehrt.

Davide Licht: „Sie sind Helden des Alltags“

Burladingens Bürgermeister Davide Licht, das erklärte er in seiner Ansprache, sieht es so, dass beide Rettungskräfte Hand in Hand arbeiten – und ihre Unverzichtbarkeit stehe sowieso außer Frage. Daher die gemeinsame Ehrung; sie soll in kommenden Jahren in dieser Weise fortgesetzt werden, fügte Licht hinzu.

„Sie helfen da, wo es besonders notwendig ist. Sie sind Helden des Alltags, Sie sind Idole und Vorbilder für uns und für die Gesellschaft“, sagte er und meinte damit die Spender und Feuerwehrleute gleichermaßen. Sein Dank galt ebenso dem DRK-Ortsverein Burladingen-Ringingen, der die Blutspendetermine organisiert.

Die Bereitschaft zur Blutspende nimmt ab

Peter Spallinger, Vorsitzender des Ortsvereins, schloss sich dem Dank an die Spender an. „Sie leisten einen besonderen Dienst ganz im Stillen und übernehmen Verantwortung für andere.“ Das sei leider nicht mehr selbstverständlich.

Das Durchschnittsalter der Blutspender, bedauerte Spallinger, liege inzwischen bei 44 Jahren. „Die Bereitschaft nimmt ab.“ Es sei eine Aufgabe und Herausforderung, die Motivation unter jüngeren Generationen wieder zu erhöhen. Abschließend meinte er: „Ich finde es schön, dass wir heute mit der Feuerwehr zusammen sind, das passt gut zueinander.“

Burladinger Wehrleute, auf die Verlass ist

Stadtbrandmeister Manuel Kehrer stellte jene drei seiner Kameraden vor, die an diesem Abend geehrt werden sollten: Dieter-Harry Maier, der auf 40 Jahre Dienst zurückblickt, Rolf Mathe, der der Feuerwehr seit 50 Jahren angehört und Ehrenkommandant Johann Pfister, der vor 70 Jahren in die Wehr eintrat.

„Da steckt schon ein bisschen was dahinter! Ihr seid Leute, auf die man sich immer verlassen konnte und auch weiterhin verlassen kann.“ Die drei wurden bereits bei der zurückliegenden Hauptversammlung der Gesamtwehr geehrt; trotzdem fand auch Kehrer es passend, dass sie hier nochmals im Licht der Öffentlichkeit stehen.

Nur vier der 29 Blutspender haben abgesagt

Ein bisschen enttäuschend: Nur vier der 29 zu ehrenden Blutspender hatten sich entschuldigt, ebenso wie Dieter-Harry Maier, der verhindert war. Eine nicht geringe Anzahl derer, die eine Auszeichnung erhalten sollten, waren nicht gekommen.

Sie hatten im Vorfeld auch keine Rückmeldung auf die Einladung gegeben. So musste Peter Spallinger, bei der Übergabe von Urkunden und Nadeln mehrfach in den Raum fragen: „Nicht da? Schade!“

Die Geschwister Kuckuk umrahmten den Abend mit mehreren launigen Musikstücken. Foto: Matthias Badura

Freude kehrte auf sein Gesicht zurück, als er selbst einen Scheck der Stadt Burladingen über 10 000 Euro entgegen nahm. Die Spende kommt der Beschaffung eines neuen Mannschaftstransporters für den Ortsverein zugute.

Dem Schlussapplaus folgte ein letztes Musikstück der Geschwister Kuckuk von der Jugendmusikschule. Sie hatten die Gala mit ihren Saxofonen umrahmt.

Die geehrten Blutspender und Feuerwehrleute

Blutspender
Ganze 100 Mal erduldete Josef Off, Stetten, den kleinen Piks, der Leben rettet; dafür erhielt er die Ehrennadel in Gold mit Eichenkranz.

Feuerwehr
Desgleichen wurden die Feuerwehrleute Dieter-Harry Maier, Rolf Mathe und Johann Pfister mit Präsenten bedacht. Alle an dem Abend nicht anwesenden erhalten ihre Ehrungen nachgereicht.