Die Sportfreunde Bitz haben Ausgaben in Höhe von rund 157 000 Euro zu stemmen. An die Gemeinde wurden Anträge über Zuschüsse gestellt – nicht alle wurden bewilligt.
Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung hatten sich 13 Vertreter der Sportfreunde eingefunden. Schließlich ging es um viel Geld, für welches der Verein Anträge an die Verwaltung gestellt hatten.
Die Sportfreunde hatten für das Gremium eine sehr detaillierte Präsentation vorbereitet. Diese stellten die Funktionäre Jens Wizemann aus dem Vorstandsteam und Ausschussmitglied Kevin Luippold vor.
Es ging um drei Angelegenheiten: Umrüstung der Beleuchtung auf dem Trainingsplatz auf LED, Kosten rund 45 000 Euro; Dachsanierung am Sportheim mit etwa 55 000 Euro sowie die Anschaffung eine Multifunktionstraktors für 35 000 Euro und eines Mähroboters für 22 000 Euro. Begründet wurden die nötigen Anschaffungen damit, dass der aktuelle Aufsitzmäher über 25 Jahre alt ist und es großen Aufwand von Mitgliedern bedürfe, diesen funktionsfähig zu halten. Für die Pflege der beiden Sportplätze samt umliegender Rasenflächen im Gebiet „Auchte“ seien wöchentlich zwölf Stunden Arbeitszeit erforderlich.
„Und die Zahl derer, die dies ehrenamtlich noch machen, wird auch auf Jahre gesehen immer kleiner“, betonte Jens Wizemann. Was die Zuschüsse betreffen, stellten die beiden Funktionäre aus ihrer Sicht heraus, dass sich der Verein mit 259 Mitgliedern auch bei anderen Vereinen sowie bei der Gemeinde einbringe und zahlreiche Veranstaltungen im Sportheim durchführe.
Finanzielle Situation ist angespannt
„Wenn wir nicht investieren, verlieren wir den Glauben, etwas erreichen zu können und es besteht keine Möglichkeit, dass die Sportfreunde die Lasten selber tragen können, bei uns ist es fünf vor zwölf“, so Wizemann.
Aus Sicht von Bürgermeisterin Raphaela Gonser seien es sinnvolle, jedoch geballte Projekte. Die Sportfreunde seien ein engagierter Verein, Gonser führte aber die auch die angespannte finanzielle Lage der Gemeinde an.
Zum Thema Mähroboter erkundigte sich Margitta Barth, ob mit dem Multifunktionstraktor nicht auch der Hauptplatz gemäht werden könnte und der Mähroboter zurückgestellt würde, was Jens Wizemann verneinte, da die Personen nicht mehr da wären, die mähen können.
LED-Lampen amortisieren sich binnen vier Jahren
Für die beiden Anschaffungen hatte der Verein einen Zuschuss von 30 Prozent, was 17 000 Euro entspricht, gestellt. Diesen beschloss der Gemeinderat ebenso einstimmig wie jenen für die Umrüstung der Beleuchtung auf dem Trainingsplatz. Auch an dieser Finanzierung mit 45 500 Euro beteiligt sich die Gemeinde mit 30 Prozent, was 13 700 Euro ausmacht.
Die Lampen seien, so Josef Beck aus dem Vorstandsteam, teilweise so alt, dass es schwierig wäre, Ersatzteile zu beschaffen. Die jährlichen Stromkosten lägen bei rund 3700 Euro. Durch LED würden sich die Ausgaben innerhalb von vier Jahren amortisieren.
Das nicht gedämmte Dach auf dem Sportheim ist mehr als 50 Jahre alt, an mehreren Stellen so undicht, dass Wasser in die Gaststätte, Umkleideräume und ins Mauerwerk eintritt. Dem Verein liegt ein Angebot mit 54 000 Euro vor, wobei die Eigenleistung bereits eingerechnet ist.
Auch für diese Maßnahme gewährt der Gemeinderat einen Zuschuss über 16 500 Euro, was 30 Prozent entspricht. Nicht so für einen einmaligen Zuschuss über weitere 45 000 Euro. Aufgrund der finanziellen Lage der Gemeinde lehnte diesen das Gremium mehrheitlich bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen ab.