Der FV Sulz (in Gelb) überwintert auf Platz drei und schielt nach oben, der FSV Altdorf steckt auch im ersten Jahr nach dem Landesliga-Abstieg wieder im Kampf um den Klassenerhalt. Foto: Künstle

Die Bezirksliga ist in dieser Saison eng wie selten. Vier Teams aus der Region sind mittendrin. Zu Beginn der Winterpause ziehen die Verantwortlichen ein Zwischenfazit und blicken schon mal auf zweite Saisonhälfte im neuen Jahr voraus.

Bereits seit mehr als einer Woche ruht in der Bezirksliga da Ball. Die Teams haben sich in die Winterpause verabschiedet, um Kraft für die Rückrunde im neuen Jahr zu sammeln. Unsere Redaktion hat bei den vier Bezirksligisten der Region nachgefragt, wie sie den bisherigen Saisonverlauf bewerten.

FV Sulz 

Den Start bei seinem neuen Verein hätte sich Trainer Florian Ey kaum besser vorstellen können. Mit 30 Punkten aus 16 Spielen belegen die Sulzer den dritten Platz und sind damit erster Verfolger des Spitzenduos, bestehend aus dem Aufsteiger Rammersweier und dem VfR Elgersweier. "Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten die ganze Saison über eine sehr gute Trainingsbeteiligung – das ist ein Grund dafür, warum an den Wochenenden die Leistung so gut war", sagt Ey.

Da der FVS bereits sechs Punkte Vorsprung auf Rang vier hat, darf man sich an der Stellfalle durchaus den Luxus erlauben, den Blick auch mal noch oben zu richten. Fünf Punkte fehlen zu Platz zwei, je nachdem wie sich die Situation im Kader nach der Pause gestalte, "kann Platz zwei ein Ziel sein", so Ey. Derzeit sieht es personell auf jeden Fall gut aus, sodass man sich im Winter nicht verstärken wird.

SV Oberschopfheim 

23 Punkte und Platz sieben – der SVO ist sehr zufrieden mit der Halbjahresbilanz. Wohl auch deshalb wurde der Vertrag mit Trainer Alexander Zehnle bereits um ein weiteres Jahr verlängert. "Mit den Spielern laufen derzeit die Gespräche", sagt der sportliche Leiter Reiner Fautz. "Die Vorrunde ist sehr, sehr gut gelaufen bisher", sagt er. Nachdem man in der Vorsaison bis zu den Ergebnissen der Relegationsspiele zittern musste, hofft man beim SVO nun auch auf eine sorgenfreie Rückrunde.

"Wir wollen im gesicherten Mittelfeld bleiben", sagt Fautz. Er weiß aber auch, dass die Bezirksliga so eng wie selten ist, zwei Niederlagen in Folge können ein Team schnell wieder abrutschen lassen. Im Winter wird sich der SVO wohl nicht verstärken, im Sommertransfer-Fenster will man dann aber den Kader bereiter aufstellen, so Fautz.

FC Neuried 

"Jeder hofft natürlich, dass man mit mehr Punkten in die Pause geht", sagt der Neurieder Trainer Christian Thau. In Zahlen ausgedrückt hätte er gerne drei bis vier Punkte mehr als die bisher 19 Zähler, die der Tabellenelfte gesammelt hat. "Wir sind blöd gestartet, haben uns dann aber gesteigert." Was ihm in den 16 Spielen der Saison vor allem aufgefallen ist: "Wir machen viele eigene Fehler und haben zu viele Gegentore bekommen. Nur einmal haben wir zu Null gespielt", sagt Thau.

Das soll sich in der zweiten Saisonhälfte ändern, um das Saisonziel Klassenerhalt so früh wie möglich zu erreichen. Verstärkungen personeller Art wird es in Neuried eher nicht geben. "Wir haben einen guten Kader", ist Thau überzeugt.

FSV Altdorf

Dass der Landesliga-Absteiger mit Rang 13 und 17 Punkten nicht zufrieden ist, liegt auf der Hand. "Wir wussten, dass es keine einfache Saison wird", sagt Sportvorstand Felix Pietrock. Nach schwachem Start fingen sich die Altdorfer wieder, um zum Ende der Hinrunde jedoch wieder "in alte Muster" zu verfallen. Daher steckt man mitten im Abstiegskampf. "Da wollen wir so schnell wie möglich rauskommen", sagt Pietrock und setzt auf drei bis vier Spieler, die im neuen Jahr nach Verletzung zurückkommen.

Klarheit gibt es derweil auf der Trainerbank. Sebastian Metzger, der kurzfristig zu Saisonbeginn übernahm, wird auch in der Rückrunde die sportlichen Geschicke leiten. Von wem er künftig unterstützt wird, ist noch offen. Christoph Oswald, der bisher als eine Art Co-Trainer fungierte, kann das in der Rückrunde aus beruflichen Gründen nicht mehr leisten.