Die Meinung über den Bau eines Funkturms "Im Haseln" ist geteilt.Symbol-Foto: Wüstneck/dpa Foto: Schwarzwälder Bote

Funkturm: Mitarbeiter soll auf Bedenken antworten / Das ganze "Däle" profitiert

De Lackendorfer sitzen im Funkloch. Ein Funkturm soll den Kontakt zur Außenwelt verbessern. Aber es gibt auch Hindernisse.

Dunningen-Lackendorf. Keine Anzeige im Smartphone, das Handy bleibt stumm. Verzweifelt versucht man es mit einem gebrüllten "Hörst du mich?". Alltag in Lackendorf.

"Der Empfang in Lackendorf ist schwierig", räumt Ortsvorsteher Hermann Hirt ein. Und seit Monaten geht es nicht recht voran. Dabei soll im Gewann "Auf Haseln" bald ein Funkturm stehen, der für eine bessere Verbindung sorgen soll.

Hirt hat den zuständigen Mitarbeiter des Bauherrn, die DFVG, in die nächste Ortschaftsratssitzung am 19. April eingeladen, um das Vorhaben zu erläutern, denn einige Lackendorfer hegen Bedenken gegen den Turm.

Was die Strahlung bewirken könne, wie weit sie reicht und ob der neue Standard 5G weitere Gefahren bringt, ist für einige Lackendorfer längst nicht beantwortet. Hirt plant, in der Sitzung mit einer Art erweiterter Bürgerfragestunde auch die Kritiker zu Worte kommen zu lassen und der DFVG Gelegenheit zu geben, die Bedenken zu zerstreuen. Immerhin sei das Thema für einige "hochsensibel". Und man müsse die Leute bei einer solchen Entscheidung mitnehmen und die Bedenken ernst nehmen, zeigt er sich überzeugt.

Die Verbesserung der Abdeckung werde von einem weit überwiegenden Teil der Bevölkerung positiv erwartet, ist sich der Ortsvorsteher sicher. Besonders mit der bevorstehenden Erweiterung des Wohnbaugebietes "Stockäcker/Bösinger Weg" in Lackendorf werde sie zu einem wichtigen Faktor. Er denke auch daran, dass Homeoffice in Zukunft an Bedeutung gewinnen werde. Die Gemeinde Dunningen hatte dem Bauherrn das ins Auge gefasste Areal selbst vorgeschlagen. Damit bestimme die Gemeinde, wo der Turm errichtet wird, eben nicht im Ortszentrum, sondern weiter draußen. Was wiederum das Gefühl einer Gefährdung mildere, erläutert Hirt weiter.

Lackendorf werde auch nicht der einzige Nutznießer des neuen Turms sein. Das ganze "Däle" profitiere von dem Bauwerk. Neben dem Dunninger Ortsteil werde sich auch der Empfang in Stetten und Flözlingen sowie auf Hochwald verbessern. Selbst Teile von Dunningen-Ort könnten so besser versorgt werden.

Im Moment herrsche allerdings Stillstand. Der zuständige Mitarbeiter befinde sich wohl augenscheinlich im Urlaub.

Über die Geschwindigkeit des Vorhabens macht sich Hirt jedoch keine sonderlichen Illusionen. Es werde wohl bis in den Herbst gehen, bevor sich etwas tue, fürchtet er. "Wenn in diesem Jahr überhaupt noch was passiert", so Hirt abschließend.

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