Heftiger Regen hat in New York City für Überschwemmungen gesorgt. Foto: Jake Offenhartz/dpa

Sintflutartige Regenfälle haben an der US-Ostküste verheerende Überschwemmungen verursacht. New Jersey und New York sind besonders schwer betroffen. Zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

An der US-Ostküste sind zwei Menschen durch Überschwemmungen ums Leben gekommen. Sie starben, als ihr Fahrzeug durch die Wassermassen in einen Fluss in der Stadt Plainfield im Bundesstaat New Jersey gerissen wurde, wie die Behörden jetzt mitteilten. Einsatzkräfte konnten sie nicht mehr retten.

 

In der Nacht zum Dienstag hatten sintflutartige Regenfälle Teile von New Jersey und die Stadt New York überschwemmt. Der Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, rief in mehreren Landkreisen den Notstand aus und forderte die Bewohner auf, zu Hause zu bleiben. Rettungsdienste mussten mehrere Fahrer aus ihren vom Wasser eingeschlossenen Autos befreien.

Der Wetterdienst NWS rief Autofahrer auf, sofort umzukehren, sobald sie auf eine überschwemmte Straße stießen. „Die meisten Todesfälle bei Überschwemmungen ereignen sich in Fahrzeugen“, warnt der NWS.

U-Bahn in New York teilweise eingestellt

In New York setzten die Regenmassen Teile der U-Bahn unter Wasser und lösten ein Verkehrschaos in der US-Metropole aus. Mehrere U-Bahnstationen wurden überschwemmt. Der Verkehr musste teilweise komplett eingestellt werden.

Auf wichtigen Verkehrsachsen kam es zu langen Staus, der Verkehr wurde zeitweise lahmgelegt. Die Flughäfen John F. Kennedy, LaGuardia und Newark strichen zeitweise alle Abflüge.

Im Internet verbreitete Videos zeigen, wie hüfthoch stehendes Wasser durch einen U-Bahnhof in New York strömt und braunes Wasser wie ein Springbrunnen aus einem Gully sprudelt.

Regenmengen wie sonst in mehreren Monaten

Laut Wetterdienst fielen in einigen Stadtteilen von New York innerhalb von knapp zwei Stunden bis zu 45 Liter Regen pro Quadratmeter. In New Jersey wurden örtlich bis zu 150 Liter pro Quadratmeter gemessen. Das Abwassersystem war den enormen Wassermengen nicht gewachsen.

Auch die Bundesstaaten Virginia, Maryland und Pennsylvania sind von dem Unwetter betroffen. Das regenreiche Tiefdrucksystem bewegte sich zuletzt langsam über den Osten der USA hinweg. Der Wetterdienst warnt vor weiterem Starkregen und Gewittern mit der Gefahr von Sturzfluten. Zuletzt waren bei Überschwemmungen in Texas mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen.