Mit Elmar Hagn hat Dornhan einen neuen Arzt in Sachen Innere Medizin gewonnen, der einen großen Erfahrungsschatz hat und alles andere als ein Unbekannter ist.
Jetzt ist man in Dornhan auch für den Notfall bestens aufgestellt, kann die Praxis von Mihaela Schon mit Elmar Hagn doch nicht nur einen Facharzt für Innere Medizin begrüßen, sondern auch einen, der in Sachen Notfallmedizin tätig ist.
„Es ist ein vielseitiger Beruf – kein Mensch ist gleich“, skizziert Hagn die große Bandbreite der Hausarzt-Tätigkeit, die ihn nun erwartet. Man treffe nicht nur ständig auf jede Menge unterschiedliche Leute, sondern erlebe auch die eine oder andere Überraschung – sei es in der Diagnostik oder der Therapie, selbst nach langer Berufserfahrung.
„Alte Bekannte“
Und Erfahrung hat der Rottweiler auf jeden Fall. In Österreich machte er den „Allgemeinmediziner“ – „ich bin dialektfest“ – und war dann mehrere Jahre lang in der Psychiatrischen Klinik des Vinzenz von Paul Hospitals tätig.
Dann der Wechsel hin zum Schwerpunkt körperliche Medizin, der ihn sowohl in die Helios Klinik in Rottweil als auch in das Oberndorfer SRH-Krankenhaus führte. „Von da her kenne ich auch Mihaela Schon“, verrät Hagn – und wusste somit auch, dass ihn eine gut ausgestattete Praxis erwarten würde.
50 Prozent in der Notfallmedizin
Seit 2021 ist er als Facharzt für Notfallmedizin im Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen tätig. Bis April sieht Schon ihren neuen Kollegen somit nur 50 Prozent der Zeit, da er sich auch noch um die Notfälle aus der Doppelstadt kümmert.
„Jetzt steht also die Niederlassung an“, kommt er auf den nächsten Schritt seiner Karriere zu sprechen. Zur „Abwechslung“ werde er aber immer wieder einen Notdienst übernehmen. „Das ist eine gute Kombination“, findet Schon. Die Perspektive aus der Hausarztpraxis, aber auch die Erfahrung aus dem Klinikalltag sieht sie als eine Bereicherung.
Gesundheitszentrum ist ein Erfolg
Einen ähnlichen Weg hat auch Chi Kit Lam hinter sich. Der gebürtige Bremer hatte zuerst an Kliniken in Aachen und Essen gearbeitet, bis es ihn – eher durch Zufall – ans SRH Krankenhaus Oberndorf verschlug, wo er, wie Hagn, in Kontakt mit Mihaela Schon kam. Das Resultat: Im April 2025 trat er seine Stelle als hausärztlich tätiger Internist in der Dornhaner Praxis an.
„Wir sind das Bindeglied zwischen Klinik und Facharzt“, beschreibt Schon die Rolle der Hausarztpraxis. Und lobt die Synergien, die sich durch das Dornhaner Gesundheitszentrum ergeben. Die direkte räumliche Nähe der Hausarztpraxen zu Logopädie, Physio- und Ergotherapie sowie zur Sozialstation habe viele Vorteile.
Home-Office hilft
„Es sind kurze Wege, die Vernetzung ist da“, erklärt sie. Und das sei wichtig, denn mit einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung werde auch die Patientenversorgung komplexer.
Trotz dieser Herausforderungen blickt Schon positiv in die Zukunft. „Ab Juli kommt eine weitere Medizinische Fachangestellte zu uns“, kündigt sie an.
Verwaltungsarbeiten könne man im Home-Office erledigen, sagt Schon. So sei es oftmals leichter, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen – eine Strategie, mit der Schon beim Wettbewerb um medizinische Fachkräfte punkten will. Denn: „Viele zieht es in die großen Städte“, bedauert sie. Doch sie will dagegenhalten und die Vorzüge der guten medizinischen Infrastruktur in Dornhan betonen. Bei Elmar Hagn ist ihr Plan damit auf alle Fälle aufgegangen.