In nicht einmal einer Viertelstunde wurde die Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung im Neuweiler Rathaus abgehandelt. Foto:  

In Rekordzeit arbeitete das Gremium am Montagabend die Tagesordnung ab. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst – und der Bürgermeister sprach über ein großes Ärgernis.

Zu Beginn der gerade einmal zwölf Minuten dauernden öffentlichen Sitzung erklärte Bürgermeister Martin Buchwald, dass die offene 80-Prozent-Stelle im Kindergarten bisher nicht besetzt werden konnte. „Sobald es Neuigkeiten gibt, informiert der Elternbeirat“, erklärte er.

 

Erster Tagesordnungspunkt war die Einführung eines digitalen Sitzungsmanagementsystems. Dafür wurden im Haushalt 2025 rund 55 000 Euro eingeplant. Mit der Software „Session“ sollen Sitzungen digital erfasst und Beratungsvorlagen versandt werden.

Weniger Papierkosten

Dabei sollen einmalige Kosten von 5000 bis 6000 Euro anfallen. Ziel sei es, „einen Haufen Papier einzusparen“, so Buchwald, was sich auch positiv auf die Kosten auswirken solle. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Software einzuführen.

Als zweiter Punkt stand die Erneuerung der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) des Regenüberlaufbeckens (RÜB) in Breitenberg auf der Agenda. Die Steuerung ist mehr als 20 Jahre alt und muss dementsprechen ersetzt werden. Die Firma Schiele, langjähriger Partner der Gemeinde, wurde von der Verwaltung für die Umsetzung vorgeschlagen. Auch hier fiel die Entscheidung einstimmig.

Erschließung im Baugebiet beendet

Der Bürgermeister gab dann den aktuellen Stand verschiedener Projekte bekannt: Zur Erschließung des neuen Baugebiets „Steigäcker“ erklärte er, dass äußere und innere Erschließung bereits erfolgt seien. Weitere Schritte würden zeitnah besprochen.

Wann ist Spatenstich für den Lebensmittelmarkt?

Auf die Frage nach einem Lebensmittelmarkt in Neuweiler gab Buchwald an, dass es noch keinen Termin für einen Spatenstich gebe, jedoch bald weitere Informationen folgen würden.

Zum Schluss äußerte sich Buchwald erschreckt über die Zerstörung von Wahlplakaten in Neuweiler: „So ein Verhalten passt nicht zu meiner Gemeinde“. Die Gemeinde werde alles Mögliche tun, um die Polizei bei den Ermittlungen zu unterstützen.