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Neuweiler Kampf gegen Wasserrohrbrüche

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Zeitgleich mit dem Haushaltsentwurf für den Kernhaushalt hat der Neuweiler Gemeinderat auf seiner jüngsten Klausurtagung auch den Wirtschaftsplan 2020 für den Eigenbetrieb "Wasser/Energie Neuweiler" auf den Weg gebracht. Verabschiedet werden soll er in der Gemeinderatssitzung am 10. Dezember.

Neuweiler. Große Überraschungen gibt es in dem gegenüber dem Kernhaushalt der Gemeinde Neuweiler recht überschaubaren Zahlenwerk mit seinen insgesamt vier Seiten nicht. Der seit Anfang 2018 geltende Wasserpreis von 2,18 Euro je Kubikmeter (zuzüglich Umsatzsteuer) bleibt stabil.

Der mit Abstand größte regelmäßige Ausgabenposten der Eigenbetriebe – der Wasserbezug vom Zweckverband Schwarzwaldwasser, von dem man Bezugsrechte von zehn Liter pro Sekunde besitzt – wird mit 220 000 Euro wieder auf den Wert der Vorjahre zurückgeführt, nachdem man im jetzt vorliegenden Rechnungsergebnis für das Jahr 2018 eine erhebliche Nachzahlung an den Zweckverband stemmen musste; und die Ausgaben deshalb für den Wasserbezug kurzeitig auf fast 26 0000 Euro hochsprangen.

Für den Unterhalt des Leitungsnetzes werden wie in den Vorjahren insgesamt 30 000 Euro in den Wirtschaftsplan für 2020 eingestellt, wobei in der Klausurtagung Tobias Thom, Leiter des Bauhofs Neuweiler, berichten musste, dass der Aufwand für die kurzfristige Reparaturen von Wasserrohrbrüchen, den der Bauhof für die Gemeinde Neuweiler leistet, kontinuierliche steige.

Besser lokalisieren

Gerade im Bereich des Ortsteils Agenbach mache eine signifikant zunehmende Zahl an Rohrbrüchen darauf aufmerksam, dass man nicht mehr lange um eine komplette Sanierung oder Erneuerung des Leitungsnetzes in diesem Bereich herumkomme. Auf Nachfrage von Seiten der Räte erläuterte Thom weiter, dass eine Fremdvergabe der Reparaturarbeiten bei Rohrbrüchen zwar grundsätzlich möglich, aber in der Praxis nicht realistisch sei – da man auf die jeweiligen Fachbetriebe "teilweise mehrere Wochen lang warten" müsste, bis die den Auftrag tatsächlich ausführten. Gerade "bei größeren Schadereignissen" mit hohen Wasserverlusten dränge der Zweckverband Schwarzwaldwasser aber "mit immer dringenderen Anrufen" auf eine möglichst rasche Reparatur, da solche enormen Wasserverluste in Neuweiler andernfalls "den betroffenen Hochbehälter leersaugen" würden.

Auch deshalb hatte Tobias Thom für das kommende Wirtschaftsjahr die Anschaffung von zwei (neuen) Messgeräten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von (netto) rund 10 000 Euro angefordert, mit denen man einerseits "mittels Schallwellen" eben solche Rohrbrüche deutlich besser lokalisieren könnte.

Bisher würden nach einer groben Lokalisierung durch den Bauhof für eine solche "Feinmessung" des Rohrbruchs tatsächlich noch Fremdfirmen beauftragt – die bisher auch "immer relativ kurzfristig" für die Schadensermittlung verfügbar waren. Aber, wenn man die Messgeräte selbst anwenden könnte, wäre man eben noch ein bisschen schneller – und noch weniger abhängig von externen Dienstleistern; abgesehen davon, dass man externe Kosten einsparen könnte.

Ein zweites neues Messgerät werde zudem für die exakte Lokalisierung von Hausanschlüssen benötigt; eine Anforderung, der sich der Bauhof ebenfalls in wachsender Zahl gegenüber sehe, um bei anstehenden Arbeiten an den jeweiligen Grundstücken mögliche Beschädigungen durch Baumaßnahmen zu vermeiden.

Der Gemeinderat sprach sich während der Klausursitzung mit einem einstimmigen Beschluss grundsätzlich für den Erwerb der beiden Messgeräte aus. Und genehmigte anschließend auch den Entwurf des Wirtschaftsplans – samt Erfolgs- und Vermögensplan – für den Eigenbetrieb Wasser/Energie als Grundlage für den eigentlichen Entscheid im Gemeinderat auf seiner Dezember-Sitzung.

Wobei der Vermögensplan auch noch Investitionen in Höhe von insgesamt 390 000 Euro für den Neubau einer Wasserleitung im Bereich des Gartenwegs im Ortsteil Zwerenberg vorsieht, mit dem das dort im vergangenem September auf den Weg gebrachte Neubaugebiet "Hohenzeil" an die öffentliche Wasserversorgung der Gemeinde angeschlossen werden soll.

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