Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Neuweiler Großer Empfang für Gold-Schützin

Von
Hier freuen sich (von links) Cheftrainer Helmut Hoffmann, die Oberschützenmeisterin der SG Neuweiler, Heide Gengenbach, Melanie Stabel, Bürgermeister Martin Buchwald und Kreisoberschützenmeister Edmund Großmann, beim Empfang vor dem Neuweiler Rathaus über die großartigen Erfolge der Schützin bei den diesjährigen Deaflympics. Foto: Schillaci Foto: Schillaci

Neuweiler - Die 17-jährige Melanie Stabel kam nach ihrer erfolgreichen Teilnahme an den Deaflympics im türkischen Samsun, den Olympischen Spielen der Gehörlosen, nach Neuweiler und wurde herzlich empfangen.

Vor dem Rathaus in Neuweiler erwarteten sie Vereinskollegen der Schützengilde Neuweiler, Bürgermeister Martin Buchwald, Freunde und Bürger der Gemeinde.

Nach der Landung in München, machte sich Stabel auf den Weg in die Heimat. Was sie nicht wusste, war, dass eine Vielzahl an Menschen auf sie wartete. Die durch den Autobahnverkehr entstandene Verspätung konnte die Vorfreude nicht trüben.

Applaudierende Menge

Als dann ein Fahrzeug hupend Halt machte, richteten sich alle Blicke auf Melanie Stabel, die gemeinsam mit Angehörigen ausstieg und mit breitem Lächeln auf die applaudierende Menge zulief.

Zu Beginn wurde sie von Heide Gengenbach, Oberschützenmeisterin der SG Neuweiler, empfangen. "Das war eine Wahnsinnsleistung. Der gesamte Verein ist stolz. Alle freuen sich", sagte sie lächelnd. "Eine ganz tolle Sache. Ich bin begeistert", lobte auch Bürgermeister Buchwald, ehe Stabel ankam. Beim Empfang richtete er einige nette Worte an die Schützin und übergab ihr Blumen.

"Aus meiner Zeit in der Schützengilde Neuweiler kenne ich sie bereits seit ihrer Kindheit", so Edmund Großmann, Kreisoberschützenmeister des Schützenkreises Calw, im Gespräch mit unserer Zeitung. Es stecke viel Arbeit dahinter, fuhr er fort, wobei auch die Eltern sich engagieren und mitziehen müssen. "Es ist gar nicht zu fassen. Es ist ihr auch einfach zu gönnen. Sie ist eine Sportlerin, die auf dem Boden geblieben ist. Nun bist du unser ganz großes Aushängeschild", freute er sich. Eine weitere Ehrung versprach er ihr beim nächsten Kreisschützentag ebenfalls.

Dann schnappte sich der überaus stolze Cheftrainer Helmut Hoffmann aus dem Landesleistungszentrum Sportschießen Baden-Württemberg das Mikrofon und entlockte der Schützin einige Worte zu den noch frischen Erinnerungen.

Nervös beim Wettkampf

Beim Kleinkaliberschießen im Dreistellungskampf sei Stabel sehr nervös gewesen. "Als ich mich im Liegen langsam nach oben schoss, wurde ich noch nervöser", erzählte sie. Diese Probleme legte sie jedoch auf die Seite und konzentrierte sich darauf, ihren Wettkampf sauber zu Ende zu bringen. "Es war ein grandioses Gefühl. Überwältigend. Alle Emotionen, die man beim Schießen unterdrückt, kommen dann auf einmal hoch", berichtete sie lächelnd, nachdem Hoffmann sie zum Gewinn der Silbermedaille befragte.

"Ich hätte nie gedacht, so sehr über meine Ziele hinauszuschießen", freute sich Stabel. Die Silbermedaille aus dem dritten Wettkampf sei dann noch das Sahnehäubchen gewesen. Zusätzlich machte Hoffmann allen Besuchern klar, wie herausragend die erbrachten Leistungen waren.

Als Erste im Finale

In der Disziplin Luftgewehr gewann sie Gold. Im Vorkampf stellte sie den Rekord von 412,6 Ringen ein und zog als Erste ins Finale ein. Dort gewann sie dann mit einem neuen Weltrekord von 205,4 Ringen. Zeitgleich sei sie nun mit den drei gewonnenen Medaillen die erfolgreichste Schützin des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.