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Neuweiler Freundschaftspokal wandert nach Frankreich

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Die beiden Vereinsvorstände (von links) Wolfgang Wiedemann und Claude Chevallier legen an der Kreuzung bei der Kirche Gebinde am Kriegerdenkmal nieder. Anwesend sind auch Bürgermeister Martin Buchwald und Bernard Mercuzot sowie Einwohner und Gäste. Foto: Schabert Foto: Schwarzwälder Bote

Ein fröhliches dreitägiges Fest prägte die 48. Begegnung der Sportpartnerschaft zwischen dem FC Neuweiler (FCN) und der französischen Union Sportive d’Alluyes (U.S.A.). Die Bürgermeister wiesen auf die wichtige Bedeutung des Kontakts hin.

Neuweiler. Als die Mannschaft der Spielgemeinschaft Neuweiler/Oberkollwangen sich am Samstag im Bezirksligaspiel gegen den SV Althengstett mit einem 2:0-Sieg in die Relegation rettete, freuten sich rund hundert französische Freunde auf dem Oberkollwanger Waldsportplatz mit. Noch größer war deren Jubel tags darauf in Neuweiler, wo den Gästen nach langer Zeit durch einen 4:6-Fußballerfolg der Gewinn des Freundschaftspokals gelang.

Nach zwölfeinhalb Stunden Fahrt waren die mit zwei Bussen angereisten Besucher am Samstag gegen 8.30 Uhr zum Frühstück im FCN-Sportheim eingetroffen. Zur Mittagszeit startete am Rathaus Neuweiler eine vom FCN organisierte kulinarische Wanderung zum Sportplatz Oberkollwangen. Station eins war die Backstube von Hansi Waidelich, wo Pizzen, Flammkuchen und Schwabenburger – so der Name für dick mit Fleisch belegte Brote – die Teilnehmer stärkten.

Mitten im Wald wartete ein Stand des Oberhaugstetter Weinhauses Blaurock als Überraschung. Ein selbstgebranntes "Verdauerle" kredenzte kurz vor dem Oberkollwanger Sportgelände der heimische Hof Lörcher aus seiner Brennerei. Beim Sportheim hatten die Fußball-Kameraden vom SV Oberkollwangen einen Grillstand aufgebaut, an dem bis zum Abend Betrieb herrschte.

Traditionelle Kranzniederlegung durch die Vorstände

In den Sonntag wurde traditionsgemäß mit einer Kranzniederlegung durch die beiden Vereinsvorstände am Kriegerdenkmal bei der Kirche gestartet. Umrahmt wurde diese vom Posaunenchor Neuweiler unter der Stabführung von Bernd Greule wie der anschließenden Feierstunde in der Waldschulhalle. Dort stimmten die Bläser auch die beiden Nationalhymnen an. FCN-Vorsitzender Wolfgang Wiedemann erhielt bei seiner Ansprache Zwischenapplaus für die Aussage: "Egal wer den Pokal gewinnt, Gewinner sind alle". Denn die Begegnung sei ein Beitrag zur Verbundenheit, ein Weg der Freundschaft, auf dem kein Gras wachsen dürfe.

Die Flamme nicht ausgehen zu lassen, war der bildliche Appell an die Jugend von U.S.A.-Präsident Claude Chevallier. Die beiden Bürgermeister, Martin Buchwald und sein französischer Amtskollege Bernard Mercuzot, wiesen auf die Bedeutung solcher Kontakte, gerade in einer Zeit politischer Turbulenzen, hin. Den Blick auf die gegenseitige Beteiligung der Familien an Glück und Kummer auch außerhalb des Pfingsttreffens gerichtet, unterstrich Mercuzot. Als Dolmetscherinnen wirkten die Deutsch-Lehrerin Laure Hardy und Claire Piequeret aus Alluyes.

Sonntagabends trafen sich Gäste, Gastgeber und Anhänger der Sportpartnerschaft in der Waldschulhalle. "Dankbar sind wir, dass hier die Freunde von der Sportschützengilde Neuweiler die Bewirtung übernommen haben", sagte Festwirt Herbert Noe. Sich in Deutsch, Französisch, Englisch und mit Gesten verständigend wurde geplauscht und gefeiert.

Zu den Weisen der Band "Grove in" schwangen viele bis in den frühen Morgen das Tanzbein. Am Pfingstmontag standen die obligatorischen "Visits", die Besuche an, wo Einladungen in gemütliche Runden lockten oder alte Bekannte besucht wurden. Einig waren sich bei der von traurigen Blicken ob des Endes schöner Tage begleiteten Abfahrt am Montag gegen Abend alle: "Au revior" – bis 2020 in Alluyes!

Seit 1972 leben die Städte den jährlichen Austausch

Seit 1972 treffen sich die beiden Fußballvereine FC Neuweiler und U.S.A. d‘Alluyes jährlich. Die Begegnung ist abwechselnd in den Dörfern im Schwarzwald und an der Loir fest im Jahresablauf verankert. Inzwischen liegt nach einem Start mit 47 Franzosen in Neuweiler die Zahl der Mitreisenden auf beiden Seiten meist um oder über 100. Als Urheber der Verbindung gelten der frühere FCN-Vorsitzende Fritz Klink und sein U.S.A.-Kollege "Bibi" Adrien Perrier zusammen mit den französischen Brüdern Charlotin. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Yves Charlotin als Holzfäller nach Deutschland. Er gründete in Neuweiler eine Familie und wurde sesshaft. Sein Bruder Marcel lebte in Alluyes. Der Fußball führte schließlich nicht nur sie zusammen, sondern machte aus Menschen von links und rechts des Rheins Freunde. Manche Besucher waren 2019 erstmals dabei, andere regelmäßig seit Jahrzehnten.

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Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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