Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Neuweiler Einst war das Fahrrad sein Firmenfahrzeug

Von
Neben seinem Firmenfahrzeug ist Gerd Rühle im Jahr 2009 bei einer "Einsatzfahrt" in Neuweiler zu sehen. Foto: Schabert Foto: Schwarzwälder-Bote

Neuweiler. Von einer großen Trauergemeinde begleitet wurde in Neuweiler der 80-jährig verstorbene Gerd Rühle zu Grabe getragen. Sein Lebenswerk ist eine Elektro-, Handels- und Installations-Firma, die weit über den Ort hinaus von den Kunden in Anspruch genommen und geschätzt wird.

Seit 1950 besteht das Unternehmen. Firmengründer war der Vater des Verstorbenen, Robert Rühle. Als 2010 der 60. Gründungstag gefeiert werden konnte, war Geschäftsführer Gerd Rühle auch 60 Jahre im Betrieb tätig. Zusammen mit seinem 1992 ebenfalls in diese Position eingetretenen Sohn Hartmut das Elektrofachgeschäft leitend, arbeitete er damals und später – solange es gesundheitlich ging – auch noch kräftig mit. Ein Vierteljahr nach der Entstehung der Firma trat er mit 14 als "Stift" (als Auszubildender) ein.

In den 1980er-Jahren wurde Gerd Rühle der ursprüngliche Sitz in der Marktstraße zwischen Pfarrhaus und "Goldenem Lamm" zu klein.

Als Lehrling wurde ihm nichts geschenkt

Er erwarb von der Gemeinde den 1951 errichteten ehemaligen Farrenstall in der Rathausgasse und baute diesen zu einem Wohn- und Geschäftshaus um. Außer Handwerksleistungen konnten jetzt Waren im Einzelhandel besser präsentiert und das Angebot erweitert werden.

Als Lehrling im elterlichen Betrieb wurde Gerd Rühle nichts geschenkt. Im Gespräch mit unserer Zeitung erinnerte er sich vor einigen Jahren, wie in den Anfangszeiten das Fahrrad einziges firmeneigenes Fortbewegungsmittel war. Damit war er auch zur Baustelle über den Höhenort Hofstett, hinunter ins Enztal und wieder hinauf nach Aichelberg gekommen, als der Chef und Vater ihm sagte: "Kannst g’schwind heimfahren zum Essen."

Damit verbunden war gleichzeitig der Auftrag, ein Werkzeug und Material mitzubringen. Dies bedeutete – ganz ohne Gangschaltung oder gar Elektromotor – über die etwa 16 Kilometer und insgesamt rund 1000 Höhenmeter möglichst rasch den Weg hin und zurück zu bewältigen. Auch zur Gewerbeschule nach Calw ging es, zusammen mit den Lehrlingen anderer Handwerksberufe, im Sommer wie Winter in jener Zeit mit dem Drahtesel.

Stolz war Gerd Rühle sicher mit Recht darauf, dass der kleine Betrieb nicht nur mehr als 35 Elektriker ausgebildet hat, sondern auch Innungs- und Landessieger hervorbringen konnte. Als der erste "fremde Lehrling", Rolf Rexer, eingestellt wurde, war man schon mit dem Motorrad unterwegs. Heute ist natürlich der praktische Transporter für die Belegschaft nicht mehr wegzudenken.

Vielleicht brachte das "Dienstradeln" auch die Grundkondition, die Gerd Rühle als ausgezeichneter Aktiver der Sportschützengilde Neuweiler benötigte.

Er war 1961 Gründungsmitglied des Vereins, für den er Kreismeisterschaften holte, als Gönner galt und selbst als Senior noch Stütze der aktiven Mannschaft war.

 
 

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading