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Neuweiler "Christliches Miteinander erlebt"

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Immer viel los war in den vergangenen 25 Jahren beim Freizeitheim "Alte Säge" in Breitenberg. Foto: Selter-Gehring Foto: Schwarzwälder Bote

Unzählige Helferinnen und Helfer haben in mehr als 20 000 freiwilligen Arbeitsstunden am Rande des kleinen Schwarzwalddorfes Breitenberg in den 1980er- und 1990er-Jahren das Freizeitheim "Alte Säge" geschaffen.

Neuweiler-Breitenberg. Am 2. Juni feiern die Gründungsväter und -mütter gemeinsam mit all jenen, die das Freizeitheim gebaut und instandgehalten haben und seit drei Jahrzehnten mit Leben erfüllen, das 25-jährige Jubiläum. Offiziell eingeweiht wurde das Freizeitheim "Alte Säge" 1994, doch bereits während der Bauphase fanden Zeltlager, Kulturtage, Freizeiten und Veranstaltungen auf dem Gelände statt.

Schon lange bevor die "Alte Säge" das neue Zuhause des Evangelischen Jugendwerks im Bezirk Calw (EJW) wurde, bewegte die Suche nach einem eigenen Domizil die Verantwortlichen. Zu den Vordenkern und Haupt­antriebskräften gehörte der damalige Bezirksjugendreferent Rolf Beckenbach, der das Freizeitheim anlässlich der Einweihung als "…vielleicht ein Stückchen Himmel" bezeichnete.

Bevor es das Freizeitheim in Breitenberg gab, waren die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des EJW Calw immer wieder damit konfrontiert, dass die guten und kostengünstigen Häuser und Zeltplätze für Freizeiten mit Kindern und Jugendlichen von anderen Jugendwerken im Tausch mit ihren eigenen Häusern vergeben wurden. Calw zog dabei meist den Kürzeren. In den späten 1970ern wuchs die Freizeitarbeit kontinuierlich und die Notwendigkeit eines eigenen Freizeitheims trat immer deutlicher zutage.

Förderverein ist Meilenstein

Die Gründung des Vereins zur Förderung der evangelischen Jugendarbeit und eines Freizeitheims im Kirchenbezirk Calw 1981, war ein Meilenstein auf dem noch langen Weg. Die erste Aufgabe des Vereins war die Suche nach einem geeigneten und bezahlbaren Objekt. Es wurden alte Gasthäuser, Grundstücke für einen Neubau oder Anbau an ein bestehendes Gemeindehaus und weitere Optionen geprüft und immer wieder verworfen.

Bis die Verantwortlichen 1986 auf die stillgelegte Säge und den angrenzenden Lagerschuppen aufmerksam wurden. Nach langen Verhandlungen erwarb der Kirchenbezirk die Säge und schloss mit dem Förderverein einen Erbpachtvertrag. Dies war der Startschuss – nicht nur zu einer acht Jahre währenden Bauphase.

Von Anfang an war die Devise: Was irgendwie geht, das machen wir selbst. Schon bald stellte sich heraus, dass die Realisierung des Traums von einem eigenen Domizil nicht nur viel Arbeit bedeutete, sondern auch ungeahnte Talente hervorbrachte und Kräfte freisetzte. Beim gemeinsamen Arbeiten von Haupt- und Ehrenamtlichen, Jungen und Alten, Profis und Laien war mehr im Spiel als handwerkliches Geschick, Muskelkraft und Fleiß. "Auf der Baustelle haben wir Gemeinschaft und christliches Miteinander erlebt und gestärkt", so die heutige Vorsitzende des Fördervereins Elke Burkhardt-Haas.

Prägende Erfahrung

Für sie sei es eine prägende Erfahrung gewesen, dass ihr als junge Frau auch handwerklich etwas zugetraut wurde: "Es war klar, dass wir nicht nur zum Vesper bringen da waren." Ihr Vorstandskollege Bernhard Deyhle, der selbst viele Jahre während des Baus und bei unzähligen Freizeiten, Schulungen und Veranstaltungen in der "Alten Säge" als Bezirksjugendreferent tätig war, erkannte die Chance, christliche Jugendarbeit ganz praktisch umzusetzen.

Auf der Baustelle konnten alle mit anpacken, Ideen einbringen, erleben, was gemeinsam geschafft werden kann, aber auch zusammen essen, ausruhen, einen harten Arbeitseinsatz am Lagerfeuer ausklingen lassen, gehörte zum Programm. "Für das Jugendwerk und den Förderverein war das eine intensive Zeit, in der wir zusammen gewachsen sind", blickt Burkhardt-Haas zurück.

Rund acht Jahre wurde gebaut, bis das eigentliche Freizeitheim 1994 eingeweiht werden konnte. Bereits während der Bauphase, als der Sanitärtrakt fertiggestellt war, fanden auf der Zeltwiese erste Kinder- und Jugendlager statt. Es folgten in den zurückliegenden 25 Jahren unzählige eigene Freizeiten, wie die bis heute jeden Sommer stattfindende Kinderfreizeit Breitenberg, kurz "KiFreiBrei", Vater-Kind-Wochenenden, Zirkuswochen, Mitarbeiter­schulungen und Gemeinde­wochen­enden. Chorproben, Theaterworkshops, Konfi-Camp aber auch Vereinen und nicht kirchliche Gruppen bietet die "Alte Säge" ideale Bedingungen. "Wir sind jedes Jahr gut ausgelastet", so die Vorsitzende des Fördervereins, der nach wie vor aktiv ist, die Anlage in Schuss hält, sich um Organisatorisches und Instandhaltung, weiteren Ausbau und Verbesserungen kümmert. Aber auch gesellschaftliche Veränderungen werden in den Blick genommen. "Wir wollen das Freizeitheim erhalten und gute Zukunftsperspektiven schaffen", so Deyhle.

Das bunte Jubiläumsfest startet am Sonntag, 2. Juni, in und um die "Alte Säge" in Breitenberg.

Los geht es um 10.30 Uhr mit einem Festgottesdienst im Zirkuszelt zu dem der Förderverein und das Bezirksjugendwerk gemeinsam mit der Kirchengemeinde Breitenberg-Oberkollwangen einladen. Parallel findet auch der Bezirksposaunentag statt. Die Bläser werden den Gottesdienst musikalisch begleiten.

Anschließend startet der "Wiesenrummel" mit Marktständen, köstlichem Essen, Unterhaltungsprogramm, Begegnung und Austausch über gemeinsame Erinnerungen an die Bauzeit und Freizeiterlebnisse in der "Alten Säge".

Um 14.30 Uhr geht es bei Kaffee und Kuchen, Bildern und Anekdoten weiter.

"Slieve League and the Pepples" geben Irish Folk zum Besten und mit einem Rückblick und Ausblick auf kommende Projekte im Freizeitheim "Alte Säge" klingt der Tag aus.

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