Marga Grießhaber eröffnet nach dem Großbrand in der Villinger Gerberstraße ihren Tee- und Geschenkeladen „TeeMa“ jetzt neu – und das in Traumlage.
Der größte Teil ihres Sortimentes wurde am Abend des 14. und in der Nacht zum 15. Juni hauptsächlich durch das Löschwasser zerstört, das die Rettungskräfte gegen den Brandherd im Nachbargebäude in der Villinger Innenstadt einsetzten. Das tragische Ereignis mit drei zerstörten Häusern und drei Verletzten hat für die Geschäftsfrau nun ein glückliches Ende gefunden.
In der Rietstraße fand sie mit Hilfe des Citymanagements einen neuen Verkaufsraum und zwar jenen, den sie bei der Gründung ihres Geschäftes für Tee, Süßes, Geschenk- und Dekorationsartikel vor 19 Jahren schon gerne gehabt hätte. Doch die Höhe der Miete schreckte sie damals ab und sie ließ sich in der günstigeren Gerberstraße nieder.
„Fast genauso schön, aber viel kleiner“, sagt sie über den Ort, an den sie nun nicht mehr zurückkehren wird. Vielmehr nimmt sie zusammen mit den fünf Verkaufskräften die Herausforderung einer größere Ladenfläche an und hofft neben ihrer Stamm- auch auf neue Laufkundschaft.
Einige wenige Artikel – „alle, die nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen“ – habe sie nach dem Schadensfall gereinigt und ins Sortiment übernommen, der allergrößte Teil aber ist neu.
Starthilfe für den Neuanfang
Starthilfe für den Neuanfang erhält sie im Rahmen des landesweit aufgelegten Förderprojekts „Pop-up-Store“, bei dem die Miete in den ersten beiden Monate exklusive der Nebenkosten übernommen wird. Dieses Programm laufe zum Jahresende aus, sagt Citymanager Thomas Herr, der am Freitag zur Eröffnung des mittlerweile fünften „Pop-up-Stores“ in Villingen-Schwenningen kam.
Mit Blick auf den ebenfalls eintreffenden Oberbürgermeister Jürgen Roth kündigte Herr an, dass Mittel in Höhe von 6000 Euro für eine Fortführung des Erfolgskonzeptes durch die Stadt bereits im Haushalt eingestellt seien. Roth bezeichnete „TeeMa“ als „einen der schönsten Läden in VS“, und er sei „gottfroh“, dass es ihn nach der Brandkatastrophe jetzt wieder gebe.
Oberbürgermeister freut sich auf Schokoladen-Leckereien
Selbst Teetrinker, gab Roth zu, auch ein Fan von süßen Tartuffos zu sein und stellte fest, dass für ihn der Weg vom Rathaus jetzt nicht mehr so weit sei, um an die italienischen Schokoladen-Leckereien zu kommen.
Marga Grießhaber hofft nun, dass ihr der Start gelingt und die kommende Tee- und Weihnachtssaison so erfolgreich verläuft, dass sie die Miete aufbringen, weiteres Personal einstellen und den oberen, aufgrund der Kürze der Zeit bisher „improvisierten“ Teil ihres neuen Ladengeschäftes noch aufhübschen kann.
Am Mittwoch schaut übrigens zur Mittagszeit das Südwest-Fernsehen vorbei, um auch vom „Glück im Unglück“ zu erzählen.