Neobrass begeistert beim Neujahrskonzert (von links): Rainer Benner, Frank Rieger, Markus Pfundstein, Andreas Spiegelhalder und Balint Takacs. Foto: Dagobert Maier

Etwa 400 Gäste kommen zum Neujahrskonzert nach Bräunlingen. Für die Musiker ist die Kirche als Bühne eine Herausforderung.

Schon der erste Abschnitt setzte den Ton für den Abend. Mit „Fürstlicher Einzug“ von Reiner Gaar war klar, dass das Konzert von „Neobrass“ ein Abend der festlichen Musik in der Bräunlinger Stadtkirche werden würde. Auch beim Chorsatz aus dem Orgatorium „Der Messias“ in Dulci Jubilo von Händel, wurde das raumfüllende Zusammenspiel von Orgel und Bläsern deutlich. Vor allem das gemeinsame Ensemblespiel Orgel und Trompeten zählte mit zu den Höhepunkten des Neujahrskonzertes in der fast voll besetzten katholischen Stadtkirche.

 

Die Orgel, von Dekanatschorleiter und Kirchenmusiker Frank Rieger gespielt, war unter anderem mit dem bekannten „Walzer Nummer 2“ aus der Suite für Jazzorchester von Dimitri Schostakowitsch und dem „Hamburger Totentanz“ von dem Schweizer Komponisten Guy Bovet zu hören. Bei Variationen sur „Indulci Jubilo“ breitete sich die volle musikalische Fülle der Bräunlinger Orgel aus.

Die festliche Musik im Kirchenraum war auch bei „Rondeau“ von Jean Joseph Mouret, Canzon per Sonare 4“ von Gabrieli und „A Morning Song“ von Boroswski von Neobrass ohne Orgelbegleitung zu hören. Die Musiker Balint Takacs (Trompete), Andreas Spiegelhalder (Posaune), Markus Pfundstein (Tuba) und Rainer Benner (Trompete) präsentierten mehrere Solowerke. Mit „Intrada“ von Jan Roost und „Sinfonia festiva“ von Bernard Sanders setzten die vier Musiker mit dem Organisten einen Schlusspunkt unter den Konzertabend.

Langanhaltenden, stehenden Applaus der 400 Zuhörer zeigte deren Begeisterung. Hauptorganisator und Organist Frank Rieger zeigte sich mit dem Konzertabend sehr zufrieden. „Es war alles sehr schön. In der Bräunlinger Kirche ist das Zusammenspiel Orgel und Trompete immer eine gewisse Herausforderung“, da der Raum relativ viel nachhalle. „Es lief alles so, wie wir es intensiv geprobt hatten“.