Ortsvorsteher Gerold Kadenbach (von links) ehrte Petra Jestand, Bernhard Gutmann, Etienne Kerstin, Sandra Jestand, Torsten Schaub, Christa Schlageter, Bernhard Seitel und Klaus Busam Foto: Bohnert-Seidel

Gerold Kadenbach hat ins Heiligenzeller Schlössle geladen. Erst ging er auf das vergangene Jahr ein, danach blickte er positiv gestimmt auf die kommenden Herausforderungen.

Heiligenzell hat die Tradition des Neujahrsempfangs am Dreikönigstag. Ganz selbstverständlich werden an diesem Tag auch die Sternsinger von Heiligenzell willkommen geheißen. Sie überbringen den Segensgruß.

 

Zuerst wurde das neue Jahr jedoch vom dynamischen Saxophonquintett „Saxophonia“ empfangen. Ortsvorsteher Gerold Kadenbach nutzte den Neujahrsempfang zum Dank für geleistete Arbeit, für den Zusammenhalt und betonte die gute Zukunft für Heiligenzell. Allen voran stellte er jedoch die Vereinsgemeinschaft, die das gesellschaftliche Leben des Ortes ausmache, die Menschen bei Festen zusammenbringe und wo einer dem anderen unterstützend zur Seite stehe. Fünf Vereine und die Abteilung der Feuerwehr prägen den Ort auf positive und freundschaftlich verbindende Weise, so der Ortsvorsteher. Kernmerkmal dürfte hierfür der Weihnachtsmarkt sein. Alle Vereine, ganz egal, was sie anbieten, wirtschaften dabei in eine gemeinsame Kasse.

Zahlreiche Baukräne zeigen: Heiligenzell entwickelt sich weiter

Kurz umriss Kadenbach die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation. Umso wichtiger sei die gute Entwicklung, die sich in Heiligenzell darstelle. Für Heiligenzell sehe es nicht so schlecht aus, so Kadenbach. Im Ort wurde und wird viel gebaut. Private und öffentliche Bauherren zeigten sich von einer starken Seite. Deutliches erkennbares Merkmal dafür seien die Baukräne in kommunaler und privater Verantwortung, die in Heiligenzell für viele Familien letztlich Wohnraum und Heimat sorgen werden.

Mit fremden Federn schmückt sich Kadenbach nicht. Er erinnerte an Gerold Eichhorn, in dessen Amtszeit, das Klostergelände erworben werden konnte. Mit der früheren Ortsvorsteherin Brigitta Schrempp wurde später der erste kommunale Kindergarten geplant und umgesetzt. Im Neubaugebiet Kloster gehe es voran und die Entwässerungsmaßnahmen mit der Neugestaltung des Eisbrunnengrabens werden fortgeführt, um der Erschließung des Gebietes noch näher zu kommen. Die langjährige Entstehungsgeschichte der baulichen Entwicklung entlockte Kadenbach einen Vergleich: „Was im Wald Generationen von Bäumen sind, ist in den Kommunen mit Amtszeiten zu belegen.“

Wasserversorgung ist weiteres Thema

Bewegung komme in die Bebauung von Heiligenzell. Wohnraum soll nicht nur im künftigen Neubaugebiet Kloster entstehen. Im Josefshaus und im ehemaligen Pfarrhaus von Heiligenzell soll Wohnraum geschaffen werden. Im Bebauungsplangebiet Metzgergasse/Kuhnengarten wird es künftig neuen Wohnraum im alten Ortskern geben.

Nicht nur oberhalb rückten Baumaschinen an. Neue Wasserleitungen sollen die Wasserversorgung für alle Ortsteile sichern. Eine Wasserleitung von Friesenheim wurde zum Hochbehälter in Heiligenzell verlegt. Die Maßnahme sei nahezu fertiggestellt. Diese Wasserleitung dient als redundante Verbindung vom Tiefbrunnen in Friesenheim zum Scheitelhochbehälter am „Vollmer“ im Wald und soll künftig die Wasserversorgung der Gemeinde sichern.

Ehrungen

Der persönliche Dank des Kommune und des Ortsvorstehers galt ehrenamtlichen Personen, die sich in vielfältiger Art und Weise im Ort einbrächten. Einige übernähmen die Pflege von kommunalen Anlagen vor dem Haus. Wenn in Heiligenzell ein Christbaum benötigt wird, komme nicht jeder aus dem Wald, sondern von Christbaumspendern, die eigens für die Gemeinde Bäume hegten und pflegten, so Kadenbach. Geehrt wurden zum Neujahrsempfang für ihr Ehrenamt: Margitta Schlawinski, Christa Schlageter, Klaus Busam, Petra Jestand, Sandra Jestand, Etienne Kerstin, Torsten Schaub, Bernhard Gutmann und Bernhard Seitel.