Der „Young Xiang“ Altenheim gab unter anderem „Skyfall“ von Adele zum Besten. Foto: Goltz

Unter dem Motto „Werte schaffen, Werte schätzen“ war für die Gäste beim Neujahrsempfang in Altenheim ein kurzweiliges Programm geboten. Es gab viel Gesang, interessante Gespräche und den Appell Tobias Uhrichs, den Fokus klar zu setzen.

Ein kleines Verkehrschaos gab es am Donnerstagabend rund um die Herbert-Adam-Halle – die Parkplätze reichten für die zahlreichen Menschen, die der Einladung des Bürgermeisters Tobias Uhrich zum Neujahrsempfang gefolgt sind, bei Weitem nicht aus. Mit der persönlichen Begrüßung Uhrichs am Eingang eines jeden einzelnen Gastes und dem anschließenden Eintreten in die stimmungsvoll beleuchtete Halle, verflog die Anspannung dann sogleich.

 

Für den ein oder anderen Gast startete dann das Programm allerdings ein wenig beklemmend: Der Altenheimer Gesangverein hatte zwei Lieder von Udo Lindenberg gewählt – und eines davon, „Wir ziehen in den Frieden“, sang der verstobene Neurieder Bürgermeister Jochen Fischer 2019 beim Neujahrsempfang ebenfalls in der Herbert-Adam-Halle für seine Gemeinde selbst.

Der Stadion-Moderator beim Sportclub Freiburg, Stefan Mayer, führte durch das kurzweilige Programm, das unter dem Motto „Werte schaffen, Werte schätzen“ stand. So hob Uhrich in seiner Begrüßung auf der Bühne die vielen Ehrenamtlichen der Neurieder Gemeinde hervor: „Ihr Einsatz zeigt, wie konkret unser Leitmotiv ,Wert schaffen, Wert schätzen’ gelebt wird. Es ist kein abstrakter Gedanke, sondern spiegelt wider, was wir in Neuried gemeinsam erreicht haben und wie wir gemeinsam die Zukunft positiv gestalten können.“

Foto: Goltz

Anschließend richtete er ein Blick auf das vergangene Jahr, das mit einem traurigen Ereignis, dem Tod von Altbürgermeister Hermann Mild startet. „Im selben Monat durften wir jedoch auch ein freudiges Ereignis feiern: Ernst Dörflinger wurde zum Ehrenbürger ernannt.“ Viele weitere erfreuliche Ereignisse zählte Bürgermeister Uhrich auf – darunter der Spatenstich des Bürgerhauses in Schutterzell, einige Vereinsjubiläen, zahlreiche Veranstaltungen und große sportliche Erfolge.

Positiv gestimmt geht der Rathauschef ins Jahr 2025. Es gehe darum, sich auf Stärken zu besinnen – „als Basis für die Weiterentwicklung“ – und gleichzeitig die globalen Ereignisse im Blick zu behalten. Kritik äußerte er an Bund und Land. Neue Vorgaben seien oft gut gemeint, aber nicht immer durchdacht und „bringt uns an die Grenzen des Machbaren“.

Gespräch mit der Bürgermeisterin von Plobsheim

Neuried müsse, so Uhrich, für die Zukunft fitter gemacht werden. „Dafür brauchen wir einen klaren Fokus.“ Herausforderungen müssten gemeinsam gelöst werden – „Neuried als Ganzes!“, betonte er. Und dabei gehe es nicht um einzelne Projekte, als vielmehr darum, Strukturen zu stärken, die es ermöglichten Werte zu schaffen. „Denn nur aus geschaffenen Werten entsteht echte Wertschätzung“, ist sich Uhrich sicher.

Nachdem der „Young Xiang“ aus Altenheim die Gäste mit dem Song „Skyfall“ von Adele begeisterte, ging es im Gespräch mit Ortsvorsteher Jochen Strosack und der Bürgermeisterin von Plobsheim Michèle Leckler über die „alles andere als selbstverständliche“ Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden. Die deutsch-französische Freundschaft solle 2025 weiter intensiviert werden – jeder sei dazu eingeladen, aktiv mitzuwirken.

Moderator Stefan Mayer mit Olympiateilnehmerin Annika Wendle. Foto: Goltz

Bevor die Gäste zum Umtrunk und Gesprächen eingeladen waren, bat Mayer Olympiateilnehmerin Annika Wendle auf die Bühne. Zunächst ging es um ihre verpasste Medaille, dann richtete sich der Blick in die Zukunft: Ihre in Paris zugezogene Verletzung sei so gut wie ausgeheilt, „das Gefühl ist gut“. Das Ziel sei die Weltmeisterschaft im September – „eine WM-Medaille fehlt mir nämlich noch“, sagte sie. Was sie den Neuriedern wünsche, wollte Mayer wissen: „Vor allem eines: Gesundheit.“

Die Gäste hielt es nicht mehr auf ihren Stühlen, als Alexander Kopf seine Frau Marta an die Hand nahm und gemeinsam mit ihr zur Bühne schritt. Kopf wurde zum Ehrenbürger von Neuried ernannt und durfte sich in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen. „Ich bin dankbar über diesen weiteren erlebnisreichen Tag in meinem Leben und danke vor allem meiner Frau, die mir immer den Rücken frei gehalten hat“, sagte Kopf. Der MGV Harmonie Ichenheim hat im Anschluss an die Verleihung zunächst mit Kopf, dann für den neuen Ehrenbürger gesungen. Seit 65 Jahren ist er aktives Mitglied des Vereins